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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1930-01-01 · 2 (1930) · page 413

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
2 (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 413)
Language
German
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398 14) Wostrhofen ist wohl wostrovostrov, Insel, die Liebener Insel, oder Wasserhof, wie früher die Hetzinsel genannt wurde. (Schottky, Prag II, 376.) lö) Ähnliches Mandat de Broglie vom 30. VII. 1742 pamatni kniha Stadtarchiv Nr. 1263, p. 29. 16) Lücke im Text. 17) Meier Wehli wurde am 27. Kislev 5504 (3. Dezember 1744) zum zweitenmale verhaftet, weil er sich zur Zeit der Franzosenherrschaft dadurch vergangen hatte, daß er den Juden große Steuern von den Franzosen hatte auflegen lassen und bei dem Einzug der Preußen die Kaiserin geschmäht hatte, er wurde bei Todesstrafe aus der Stadt verwiesen und ihm ein Zeichen am Nacken eingebrannt. (Handschriftliches II, 8). Er ließ sich dann in Amburg taufen und heiratete ohne Rücksicht auf seine, Jüdin gebliebene Gattin Chawa, die Tochter Elias Haberns, eine Christin; Chawa kehrte nach Prag zurück, wo sie 1756 die Nachricht vom Tode Meier Wehlis erhielt. (Responsen Nöda bijehuda I, Eben haeser 42.) 18) „Barmherzige, Kinder der Barmherzigen", eine häufig wiederkehrende Bezeichnung der Juden. 19) Das Dekret Broglies vom 10. August 1742, publ. 13. August erhalten in kniha pamatni Nr. 71; Klutschak a. a. O. S. 42 berichtet, daß der Befehl zurückgenommen wurde auf Intervention des Prager Bürgers Tochtermann, der damit eine Reihe von Widerstandsaktionen gegen die Franzosen einleitete. 20) wohl Cerninhaus. 21) Das Dekret de Broglies vom 30. VII. 1742 in kniha pamatni Nr. 1263 des Stadtarchivs, p. 29. 22) Patent de Broglies vom 29. VIII. 1742, publiziert den 30. VIII in kniha pamatni des Stadtarchivs Nr. 1263, p. 29. 23) „Stodtgaboim" — gaboim demosse „Ortsvorsteher" hatten nichts mit der Verwaltung der Gemeinde zu tun, sondern hauptsächlich Spital, Armenpflege unter sich. 24) Tochecha die Strafandrohung in Lev. c. 26 und Deutron. c. 28. 25) Vielleicht Strahov. Es kann aber acuh „Stormen" einfach Stürmen heißen, muß also kein Ortsname sein. Es würde die Stelle dann lauten: „sie leicht auf den Wällen zur Stadt hätten kommen können, was Stürmen genannt wird". 26) Vgl. Klutschak a. a. O. S. 43, wo berichtet wird, daß die Franzosen den Galgen „zum blauen Kreuz" am unteren Teil des Roßmarktes nur zweimal verwendet haben, einmal für einen Fleischhauer der Schöpsenfleisch für Lammfleisch verkauft hatte, und eine Jüdin, welche einer Französin Geld gestohlen hatte, also unser Fall. 27) Vgl. Klutschak a. a. O. S. 45; die Summe von 200000 fl. sollte so aufgebracht werden, Geistlichkeit 46000 fl., Adel 55000 fl., Bürger 63000 fl., Juden 36000 fl., Adel und Bürgern wurden 45000 fL nachgelassen und diese den Juden aufgebürdet, so daß die Juden im ganzen 90000 fl. zu zahlen hatten.

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