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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1930-01-01 · 2 (1930) · page 411

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
2 (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 411)
Language
German
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IRI
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396 Verderben nicht Erlaubnis, in unsere Häuser zu kommen, noch viel weniger einen Juden zu schädigen, denn alle Feuerkugeln zersplitterten im Luftraum und richteten keinen Schaden an. Jedoch unser Fleisch erstarrte aus Furcht vor dem großen Feuer, das während des Schleuderns der Feuerkugeln ausging. Am Ausgange des heiligen Sabbat schössen die Schützen noch mehr verderbliche Geschosse — Haubitzen — in die ganze Stadt und die Gassen der Juden, um sich zu rächen, denn sie wußten von dem Siege, den das Heer der Kaiserin, ihre Herrlichkeit werde erhöht, einige Meilen von hier in der Provinz über die Preußen erfochten hatte. Die Soldaten der Kaiserin, ihre Herrlichkeit werde erhöht, schlugen ihre Feinde sehr schwer, so daß die Preußen den Kaiserlichen den Rücken kehrten und vor ihnen flohen; die Leute der Stadt wußten nichts davon, Furcht war in ihren Herzen, es blieb kein Geist in uns. Am Sonntag, dem 2. Tage des Neumonds Tamus (19. Juni) bemühten sich die Schützen mit den großen Geschützen, genannt Kanonen, zu schießen bis 3 Uhr nachmittags, dann setzten sie das Schießen mit Feuerkugeln und den großen Geschützen nicht mehr fort. Nur gegen Abend schössen sie zwei bis dreimal mit den kleinen Geschützen, die Feldschlangen genannt werden, dann kamen Leute von der Festung und sagten, die Feinde hätten alle verderbenbringenden Geräte von den Bergen, wo säe Batterien gebaut hatten, weggeführt und gerettet, um sie von diesem Orte weg in Sicherheit zu bringen. In derselben Nacht ritten sie zurück, was sie nicht mitnehmen konnten, mußten sie dort lassen, zum Teile gruben sie sie in die Erde ein, sie waren gezwungen mehrere 1000 Bomben und 10.000 Stückkugeln, eine große mächtige Menge Pulver zurückzulassen. Vielerlei ist die Befreiimg und Rettung von Gott, gelobt sei Er. Jedoch vom Weißen Berg außerhalb des Hradschintores gingen die Preußen nicht weg und blieben dort mit einem sehr großen Heere. Am 2. Tamus (20. Juni) wurden die Tore geöffnet und ein Teil des Heeres in der Stadt verfolgte das preußische Heer. Am 3. (21. Juni) nachmittags ging das ganze kaiserliche Heer zum Weißen Berg, verfolgte das preußische Heer und erreichte es und schlug es gewaltig, nahm ein großes Heer gefangen und erbeutete sehr viele große und kleine Geschütze. Von den Preußen flohen täglich mehrere Hundert. Dann kehrte das Volk der Kaiserin, ihre Herrlichkeit werde erhöht, zurück, da floh Kummer und Angst, denn

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