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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1930-01-01 · 2 (1930) · page 396

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
2 (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 396)
Language
German
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IRI
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381 Brüder in Deutschland erwirkten viele Rekommandationen von Königin und Herrschern, aber das alles half nicht, denn von Gott war die Sache ausgegangen. Doch von Gott ward uns auch das, daß sie uns die Frist um einige Wochen erstreckte. Im Monate Adar dieses Jahres zog ich weg aus der Stadt, ich sah das Elend unseres Volkes, aller Kinder unserer Gemeinde, die meisten von den Armen des Landes zogen umherirrend von ihrem Hause und ihrem Besitze, vielen von ihnen war der Tod erwünschter als das Leben und sie starben. Juda ging in die Verbannung. Im erwähnten Monat Adar wurde Purim zur Bitternis gewandelt, es blieb niemand in Prag übrig; sie ließen sich nieder in den zerstreuten Städten der Provinz und auch da war die Hand Gottes gegen sie, bei alldem aber sündigten sie nicht und anerkannten die Gerechtigkeit des himmlischen Urteils über sich. Ich der Junge, mich führte Gott hinaus und nach all den Gefahren sprach ich zu mir, ich will es in eine Holle schreiben für mich und meine Nachkommen, um Dank zu geben Gott und zu verkünden seine Wunder mit Jubel, ich vollendete aber diese Schrift nicht, denn ich hoffte auf Gott, schließen zu können, mit dem Tröste der von Prag Vertriebenen und dieser Tag, den ich erhofft, ist eingetroffen, Gott sei Dank, weggewälzt ist die Schmach Ägyptens von uns und im 5. Monate 508 der kleinen Zählung (August 1748) besänftigte sich der Zorn der Kaiserin, ihre Herrlichkeit werde erhöht, daß die Juden wieder zurückkehren dürfen in ihr Haus und ihre Stadt, jetzt sind sie schon zurückgekehrt und wohnen dort. Gott führe uns nach Zion zurück und „ein Mann darin geboren werde und er es erbaue, der Höchste" Amen. Und darum, wegen all der Erzählungen dieses Buches und dieses Briefes, habe ich festgesetzt und auf mich genommen und auf meine Nachkommen, diese Tage zu bestimmen und sie zu halten zu ihrer Zeit, zu fasten einen ganzen Tag am 21. Kislew (außer es ist irgend eine Krankheit oder eine Zwangslage, dann soll man das Fasten schuldig bleiben und später ersetzen) und sich mit ganzem Herzen aufzurütteln, seine Taten zu überprüfen und vollständige Einkehr zu halten, alle Fehler gut zu machen und viel Thora zu lernen und zu beten und die auf solche Ereignisse bezüglichen Psalmen König Davids zu rezitieren, nämlich die Psalmen 10, 13, 14, 22, 38, 53, 76, 79, 83, 92, 104, 124, und Wohltätigkeit zu üben, damit es Gott gefällig sei. Auch ist gut, die Nacht darauf, einige Stunden zu wachen

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