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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1930-01-01 · 2 (1930) · page 307

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
2 (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 307)
Language
German
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292 34) Beim Betpulte des Rabbiners ist eine „Schiwisitafel" angebracht, auf welcher Psalm 67 in Form eines siebenarmigen Leuchters und verschiedene Bibel- und Psalmverse verzeichnet. Psalmvers 16l8> der darauf verzeichnet, beginnt mit dem Worte „Schiwisi" (ich habe Gott beständig vor Augen), daher der Name „Schiwisitafel". 3Ö) Aus Menachem Rufname Man, daraus Verklsf. Mandl, Mendl, s, jüd. Farn. Forsch. II 1, S. 111. 36) s. o. n 1. Familienname aus Beruf entstanden, einer der auf Pergament schreibt. 37) Hier ist vielleicht die geeignete Stelle, die ältesten jüdischen Drucker in Mähren zu nennen. Isak b. Aron Prostitz aus Italien, seit 1596 Druckherr in Krakau, kehrt 1602 in die Heimat nach Proßnitz zurück und druckt in Proßnitz zwischen 1602—1605 vier Werke. Er kehrt nach Krakau zurück und st. dort 1613. Als Setzer arbeiten in Proßnitz Elieser b. Benjamin aus Proßnitz. Jehuda b .Israel Samuel Katz, genannt Lob Proßnitz. Über diese und die aus Proßnitz stammenden Setzer und einen Korrektor, die 1581 und 1706 gewirkt, vergl. Freimann J. in Jahrb. d. jüd. liter. Gesellseh XV S. 44; Balaban, Soncino-Blätter 3, 1, 1929 S. 9. — Das Eibenschitzer Todtenprotokoll nennt Izik Drucker gest. am 22. Jänner 1709. Dem aus Samoscht in Polen stammenden Franz Josef Neumann, Brünner Bürger, der seit 1744 das Kaffeesiedergewerbe ausübt, (Mitteilung des Herrn B. M. Trapp in Brünn) wird im Jahre 1753 das Privilegium zur Führung eines hebr. Buchhandels und einer hebr. Buchdruckerei erteilt. Franz J. N. ist Convertit, wann und wo er übertreten ist mir nicht bekannt, doch in der Taufmatrik bei St. Jakob Brünn, pag. 399, anläßlich der Geburt seines Sohnes Josef, ist beim Namen des Vaters F. J.N. ein C vermerkt, was wohl Conv. bedeutet (Mitteilung des Herrn Oberlehrers Robert König in Brünn); vergl. Flesch in Hickls jüd. Volkskal. XXIV, S. 42 n 1. — Die Druekereisignatur des F. J. N (so bei der 1757 gedruckten Selicha) bildet ein Quadrat, in dessen Mitte ein Adler mit der Umschrift c [um] Pfrivilegio] S [acarae] R[egiae] M[ajestatis]. Dieses Druckzeichen auch noch auf dem bei Franz Leopold Neumann (als Faktor der Neumannschen Druckerei) 1763 gedruckten Imre Bina, welches in den vier Ecken des Quadrates die Jahreszahl 1755 hat. Die Schicksale der Druckerei (nach dem 1760 erfolgten Tode des F. J. Neumann führt die Witwe Anna Franziska N. die Druckerei, später übergeht die hebr. Buchdruckerei auf den Sohn Josef Karl N., nach dessen Tod (1797) führt sein Mitinteressent Josef Roßmann das radicirte Gewerbe weiter), die in derselben von 1754—1802 gedruckten Werke, sowie die Namen der jüd. Setzer und Korrektoren stellt Freimann A. in einer übersichtlichen Arbeit unter dem Titel: „Die hebr. Druckereien in Mähren", in der Ztschr. für heb. Bibliogr. XX S. 33—44 zusammen. Vergl. d'Elvert, Gesch. d. Bücher- und Steindruckes, des Buch handels, der Censur und period. Liter, in Mähren und Schlesien, Brünn 1854; Zeitschr. hebr. Bibliogr. V 128, VIII 137.

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