Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 2 (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 270)
- Language
- German
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264 jedoch zweifellos unrichtig. So erzählt er, daß die Kinder Isserl Salomon und Aron zerhackt worden, Jona Taussig und Gumprich gespießt und auf der Gasse tot liegen gelassen worden sind; daß Isak Bram, Israel Asch, Elias Bunzel, Jakob Steiner, Gedalja Eberl, Abraham und Samuel Segal auf das Dach des Chaim Dubschen Hauses geflüchtet, von christlichen Nachbarn verraten, vor dem Hause getötet, verstümmelt und so am 16. Tebeth (21. Dezember) angetroffen worden sind; daß Abraham und Berl, Kantor und Schächter, wie das Vieh geschlachtet wurden, Jona Meier und Benjamin Ausch mit Weibern und Kindern am 6. Tebeth (11. Dezember) im Keller des Moses Katz von Plünderern entdeckt, auf den Markt geschleppt, die Männer und Kinder erschossen, die Weiber bis 8. Tebeth (13. Dezember) vergewaltigt, dann nackt weggeschickt und am 21. Tebeth (26. Dezember) gestorben sind; daß Simon, Abraham Segal, der doch oben als getötet bezeichnet wird, Elia und Süßmann von Auscha gerettet wurden; daß Abraham, Sohn des Chaim, Malke ebendesselben Tochter und das Kind Ensel in ihrer Kammer erschlagen wurden; daß man in den Häusern, auf den Dachböden und in den Gassen außer vielen anderen Meier Löb, Leser, die Frauen Mindel, Bela, Blümel, Milka, Zirl, ferner Salomon, Jakob Braun und Wolf Bunzel erschlagen und Elman Fürth mit seinem Weibe erfroren auf dem Dache gefunden hat. Zum Schlüsse erzählt er: „Da kamen 10 Männer aus Jungbunzlau und brachten viel Leinwand mit für die Leichen. Mit schwerer Mühe und großer Anstrengung haben wir einige Erschlagene beerdigt den 21. Tag in Schewat (wohl Tebeth 26. Dezember). Indessen sind immer mehr Geflüchtete zugekommen, so war es das erste, daß wir uns bemühten, die Leichen, die wir in den Häusern fanden, zu beerdigen, womit wir zu tun hatten bis 29. Tag Schewat (vielleicht Tebeth 3. Jänner). So sind alle Getöteten beerdigt gewesen, nämlich 69 Leichen ohne Kinder". Diese Zahl stimmt weder mit der „Wortgetreuen Abschrift von dem großen Unglück44, welche Lippmann Chaim seinen chronikalischen Aufzeichnungen vorausschickt, noch mit dem alten in Leipa jeweils am 4. Tebeth zu verrichtenden Büß- und Gedenkgebet, noch auch mit der „Species facti4* vom 9. Jänner 1745, dem amtlichen Verzeichnis und dem Visum repertum des Wundarztes vom 12. Jänner 1745 überein. Den Getöteten und an tödlichen Verletzungen Gestor-