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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1930-01-01 · 2 (1930) · page 222

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
2 (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 222)
Language
German
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216 Dazu kam es nicht mehr, denn Joseph David starb vorher. Ein kleines Quartzettelchen in den Akten klingt wie die Inschrift auf einem Marterl: „Joseph David. Dieser Jud ist schon lang totd. — Aus dem beygelegten Sentenz ist aber zu ersehen, das Er durch den Juden Hanßl Lob unbilligch angegeben undt in gänzlichen Ruin gestürzet worden, nullo habito minimo Kegressu.*)u * Ein Opfer jüdischer Denunziation und christlicher Justiz; ob auch eigener Schuld — lassen die Akten nicht erkennen. 1. Eine Anzeige des Grafen Carl de Souches ddo Platsch, 2. November 1735 an die Landeshauptmannschaft, daß der Kromauer Judenrichter Abraham Oppenheimer mit zwei Komplizen, Salomon Schneider und SSalomon Wolff, einen bereits getauften Juden Joseph und einen zum Übertritt gewonnenen Joseph Lozerl abwendig zu machen gesucht habe und daher in den Znaimer Arrest gebracht wurde. 2. Eine Zuschrift K. Karls VI. ddo Wien, 17. Dezember 1733 an das Tribunal in Mähren wegen Übertretung des Viehumfall- Patentes durch die Eiwanowitzer Juden Marek, Mandl und Naschel mitsambt Johann Przepitzky Freiherrn von Kühenburg. Hier heißt es ausdrücklich, daß dem Kaiser Patzelts „genaue Beobachtung deren wegen des Viehe Umbfalls publicirten Patenten bezeugte Vigilanz zu gnädigsten Wohlgefallen gereiche und daß Wir uns gnädigst versehen, Er würde in seinen diesfälligen Fleiß und Eyffer auch respectu all anderer in Sein officium einschlagenden Vorfallenheiten fortzufahren sich ferners angelegen seyn lassen". —- Gewiß eine genügende Erklärung für sein so entschlossenes Vorgehen im Gewitscher Fall. *) ohne den geringsten Rückhalt gehabt zu haben.

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