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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1930-01-01 · 2 (1930) · page 184

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
2 (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 184)
Language
German
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178 1809 abführen sollte: Susanna Fürthin 673 fl. 7% kr.; Wolf Fürth 78,5*4; Moses Fürth 89,57; Salomon Sicher 63,3iy2; Wolf Sicher 19,6, desselben Rückstand an Einkommensteuer 36 fl. und Hausklassensteuer 8,51; Jakob Brumml 56,18, bücherlich versicherter Rückstand 77,253/4; Johann Brumml 6,—; Lazar Bloch 2,—; Salomon Abraham Bloch 3.48; Salomon Weil 0,45; Markus Fleischer 9,32; Isaak Weil 3.04V2; Phil. Kohn 7,7%; Moises Leederer 1,52%; Wolf Brumml 17,30, — Klassensteuerrückstand für das Jahr 1803 . . 1,19, — für das Jahr 1804 . . 5,16; Vermögensteuer für das Jahr 1804 . . 2,11*4; Abraham Bloch 0; Salomon Bloch 1,30; dem Phil. Bloch bis 24. Jänner nachgesehen; Jak. Bloch 3,—; Jak. Schnurmacher.22) Ähnlich stand es mit einer ganzen Reihe Juden des „Schwihauer Bezirkes". Dem Abraham Bloch gab der Stadtrichter Johann Bayer unterm Siegel dd. 28. September 1806 das Zeugnis, „daß er wirklich ein altersgebeugter armer Jude, der k. k. Abgaben weder für das laufende noch für das künftige Jahr zu zahlen vermag". Der Schwihauer „Bezirks"-RicHter Philipp Kohner schrieb vollends: „Abraham Bloch ist ein elender, kranker Bettler . ." Bayer und Kohner bedienen sich natürlich der deutschen Sprache. Auch zur Abzahlung der vom Staate ausgegebenen und entwerteten Bankozettel im Kriege mußten die Juden nachträglich im Jahre 1820 beitragen, z. B. Salomon Sicher 12 fl. 403/4 kr. Im Jahre 1825 ersucht die Judengemeinde beim Patronatsamt um den Abverkauf von 216 Klaftern Kirchengrund zur Erweiterung des Friedhofes, der laut Polizeiverordnung auch mit einer Mauer umgeben werden muß. Die Obrigkeit verlangt für 1 Quadratklafter 1 fl., die Juden wollen im ganzen 100 fl. W. W. bezahlen; der Streit wurde erst i. J. 1828, u. zw. zugunsten der Juden amtlich beigelegt. Eine interessante Lektüre bieten die Judenmatriken. Sie wurden vom Pfarrer geführt; sie haben sich teilweise erhalten, u. zw. die der Eheschließungen vom 1. Jänner 1825 bis zum 28. März 1860, die Geburtenmatrik bis zum 8. April 1862, die Sterbematrik bis zum 7. April 1862. Ein hohes Alter erreichten: die Witwe Anna nach Lazar Bloch, gest. zu Schwihau am 29. April 1829 im Älter von 104 Jahren; Lamb. Fürth, gest. am 16. Juni 1834 im Alter von 79 Jahren; Salomon Bloch, gest. am 19. April 1858 im Alter von 106 Jahren. Die Matrikenführung machte dem Priester Schwierigkeiten; denn er bekam nicht immer die richtigen Angaben

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