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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1930-01-01 · 2 (1930) · page 181

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
2 (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 181)
Language
German
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IRI
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175 Im selben Jahre 1782 hatte die Herrschaft von den Schwihauer Juden folgende Einkünfte: Schutzgeld von 15 Familien . . . 178 fl. Zins vom jüdischen Friedhof ... 10 „ Zins von der Lohgerberei .... 34 ., Rindszungenzins........ 5 „ Gewürzzins.......... 2 „ 24 kr. Fleischbankzins........50 „ zusammen . " 279 fl. 24 kr. Zu einem denkwürdigen Vertrag kam es in der Chudenitzer Kanzlei am 15. Jänner 1789 in Gegenwart des Oberamtmannes Friedl, des Schwihauer Judenrichters Salomon Kohner, der Juden Jusne Barednis und David Wachtl. Es drehte sich um das Haus der Witwe Susanna Fürthin (I, jetzt Nr. 199). Wie erwähnt, gehörte es ehedem dem Bürger Wenzel Marsalek, der es am 10. Aug. 1759 teilweise an den Juden Adam Fürth verpachtete. Da aber bei Marsalek fünfmal Feuer auskam,20) mußte der Eigentümer die Stadt verlassen und die Herrschaft kaufte das Haus mit Dekret vom 7. Juni 1764 (Vertrag vom 7. Juni 1765) um 400 fl. zu einer Lohgerberei. Es hatte eine einzige einfache Stube, zwei kleine Gewölbe, Kammern und schadhaftes Dach und es ruhten darauf folgende Lasten: alljährlich nomine fictitii (Gewerbesteuer) 36 kr, 4 Tage zur Schnittzeit städtische Robot laut Privilegien, Zins von einer eisernen Kuh zur Lokalwidmut 4 kr. 3 den. Um diesen Preis ließ die Herrschaft das Haus dem Juden Adam Fürth hin, der in seinem Häuschen in der Judengasse für sein Gewerbe zu wenig Platz hatte, mit der Bedingung, auf eigene Kosten dabei die nunmehr schon herrschaftliche Lohgerberei zu erneuern und gegen einen Jahreszins von 24 fl. zu übernehmen. Für die anderen mit dem Hause verbundenen Verpflichtungen wird er neben dem Schutzgeld im Betrage von 10 fl. noch im Dezember jährlich 1 fl. 28 kr. in die herrschaftlichen Renten entrichten, insgesamt also 35 fl. 28 kr., und unterliegt keinen Lasten, namentlich keiner Eobot. Adam erfüllte alles — und als er i. J. 1769 starb, vermachte er sein Vermögen der Susanna. Ihr brannte i. J. 1773 das Haus ab. Sie baute es kostspielig auf, verbesserte das Geschäft und das Haus, denn sie kaufte am 9. April 1788 von ihrem Nachbarn Wenzel Fiser um 210 fl. einen 28 Ellen 14 Zoll langen und 12 Ellen breiten Platz zu. So ließen es ihr die Herren im Rate in die Stadtbücher als

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