Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 2 (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 178)
- Language
- German
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172 VII. Salomon Hönig, 58 Jahre, hat ein Leder- und Federgeschäft, zahlt 12 fl. Schutzgeld. Im Jahre 1745 wohnten in diesem Hause zwei Familien: Joachim Lebl und Mojses Salomon. VIII. Witwe nach Herschl Brumml, 45 Jahre, hat ein Lederlager, handelt aber nur schwach; sie zahlt daher bloß 4 fl. Schutzgeld. Vormals wohnte hier Sigmund Abraham, nach ihm sein Sohn Sigmund Brumml und wiederum der Sohn Hersehl Brumml. Bei ihr wohnt in Miete Joachim Foule, Witwer, seines Zeichens Fleischer, in Schwihau geboren, jetzt 68 Jahre; schlachtet für die Juden und handelt in Leder; Schutzgeld 4 fl. IX. Die Witwe nach Sigmund Brumml, 77 Jahre alt, treibt keinen Handel, sie wird von ihrem Sohne Lebl Brumml ernährt; Schutzgeld 20 fl. X. Jakob Salomon oder jüdisch Koppl Santl, 38 Jahre; hausiert auf den Dörfern. Früherer Besitzer Lazar Bloch. XI. Brandstelle des Pinkas Wolf, derzeit Branntweinbrenners in Neuhaus. Schutzgeld 12 fl. Vormals David Lebl, dann sein Sohn Salomon. XII. Joachim Jacob, 65 Jahre, ist Bezirks-Judenrichter und lebt von der Besoldung, die ihm das Amt einbringt. Vor ihm war Wolf Pinkas hier. XIII. Mändl Wolf Lebl, derzeit Pächter der Branntweinbrennerei zu Chudenitz; hat sein Haus seinem verheirateten 22jährigen Sohne Josef abgetreten. XIV. Jakob Lazar Bloch, Inmann, 42 Jahre, schenkt Branntwein in der Stadt. Das Haus, die Gerberei genannt, gehört der Witwe Susanne Fürth, zahlt 34 fl. Schutzgeld. Im Jahre 1745 wohnten hier Kaufmann Salomon und Layer Lebl. XV. Salomon Bloch, 50 Jahre, hausiert auf den Dörfern. Schutzgeld 12 fl. XVIa. Abraham Bloch, 56 Jahre, schlachtet zum Verkauf. XVIb. Dieses Haus hat i. J. 1739 Wolf Pinkas, als die Juden in ihre eigene Gasse übersiedelten, von einem gewissen Schneider gekauft, hat drin gewohnt, da er für sein in der Stadt gelegenes Haus einen Käufer suchte. Als dann die Obrigkeit dem Pinkas wieder ein Dekret auf ein Haus in der Stadt gab, verkaufte er dieses den Gebrüdern Salomon und Abraham Bloch.19)