Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 2 (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 166)
- Language
- German
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160 Ringplatz gelegenes Haus bis Ende Juni 1746 nicht verkaufe, soll er davon um 5 fl. mehr zahlen, und zwar so lange, bis er es verkauft, im ganzen jährlich also 35 fl. Von den andern Juden besaßen i. J. 1745 Häuser die nachstehenden: Josef Hersehl (XIII), David Löwl mit seinem Sohne Salomon (XI), Lazar Bloch (X), Sigmund Abraham (VIII und IX), Kaufmann Salomon (XIV); Mayer Löbl soll mit ihm wohnen, aber realiter wohnt er in der herrschaftlichen Lohgerberei, die er gepachtet hat; Josef Brumml mit seinem ledigen Bruder Samek (V und VI), Joachim Löbl und Moses Salomon (VII), Salomon Götzl mit seinem Schwiegersohn Adam Pfürdt (= Fürth) in Nr. IV. Eine ausführliche Judenkonskription hat am 18. April 1747 der Pfarrer Stell verfaßt. In Schwihau leben danach 11 jüdische Familien: 1. W. Pinkas, obrigkeitlich bestellter Richter, seine Frau Mirl, Tochter Rebeka, Dienstmagd Idl. 2. Wolf Pinkas, dessen Frau Frandl, Söhnehen Abraham, Dienstmagd Hend und der Lehrling Lazar Josl. 3. Josl Hersch Blach, Frau Schiferle, Sohn Daniel, Tochter Marie, Enkelin Marie. 4. Kaufmann Salomon, Frau Mirl, Tochter Banr, Inmann Marek Lebl mit seiner Frau Annerle. 5. David Samrle, Frau Mirl, Sohn Josef, Inmann Moyses Salomon mit seiner Frau Aidl. 6. Lazar Bloch, Frau Pezl, Söhne Abraham, Maysl, Salomon, Jakob, Töchter Chaibe, Rezl, Dienstmagd Resl. 7. Sigmund Abraham, Frau Chaisara, Söhne Hersehl, Lebl, Tochter Rachel. 8. Joachim Faule, Frau Zerlte, Sohn Faule, Töchter Marie und Ozizl; das Inweib Hinde und ihre Tochter Hine. 9. Josef Abraham, Frau Chaile, Tochter Rachel, Sohn Pinkas, des Wirts lediger Bruder Samuel. 10. Sacrle Hersehl, Frau Eva, Söhne Jakob, Abraham, Hersehl, Tochter Anna. 11. Moyses Josef, Frau Chaile, Söhne Josef, Abraham. Diese zwei letzteren Familien sind nur vorübergehend hier, der Mann lehrt in der Sehide, man nennt sie Rabbiner. Die Juden leben seit dem Jahre 1746 in ihrer eigenen Gasse, der sogenannten Judengasse, man mußte sie zwingen dorthin zu übersiedeln, und jetzt geben sie Ruhe. Sonntags verkaufen