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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1930-01-01 · 2 (1930) · page 158

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
2 (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 158)
Language
German
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152 im Schilde führten, herrschte er sie zornig an, was sie da täten, er werde gleich mit einem Stein unter sie werfen, und wenn er nur ein Gewehr bei der Hand hätte, so würde er es unbedenklich unter sie abfeuern. Auf die Weise nahmen die Juden vom Brunnen Reißaus. Was sie aber hineinzumachen gesonnen waren, kann man wegen ihrer Überraschung nicht wissen.*) Auf diese Weise stellen wir hier Euer hochgräflichen Gnaden Gnaden alle die Vorfallenheiten vor und die Bedenklichkeit ihrer vielen tadelnswerten und uns schädlichen Taten; sollten die Juden wieder unter uns ihre Wohnimg haben und ihre Häuser wiedererhalten, so würden vielleicht in der Folge noch mehr solche Taten zu befürchten sein. Da wir aber gute Kenntnis davon haben, daß solche Häuser, in denen die Zeit über die Juden gewohnt haben, durchwegs Christenhäuser waren und stets unter Sr. kais. Maj. Kontribution standen, ohne daß sie dabei auf eine besondere Weise ihnen bei der Hinlassung vom Verkäufer privilegiert worden wären, daß sie auf ewige Zeiten nicht davon entfernt werden könnten, so nehmen wir zu Euer hochgräflichen Gnaden Gnaden als verordneter löblicher Kommission unsere untertänigst - demütige Zuflucht, Sie geruhen aus angebornen hochgräfliche Gnaden Gnaden sich zu uns herabzulassen und geruhen uns vor ihrem Zusammenwohnen mit uns gnädig bewahren zu wollen. In dieser zuversichtlichen Hoffnung einer gnädigen Resolution gewärtig, geloben wir, um langwährende gute Gesundheit bei glücklicher Regierung tagtäglich in unsern unwürdigen Gebeten unaufhörlich Gott zu bitten und zu verbleiben Euer hochgräflichen Gnaden Gnaden untertänige, getreue und gehorsame Untertanen. Johann Woräcek, Actuarius. Simon Heida, Primator. Adam Charamza, Ratsverwandter. Johann Bazant. Johann Helm. Wenzel Rosypal, Gemeindeältester. Georg Duchek, Gemeindeältester. Josef Anton Bayer, Stadtschreiber und Ratsverwandter. #) Es handelt sich um keinen giftmischerischen Anschlag, sondern um das vorgeschriebene monatliche Gebet bei Mondschein; freundliche Mitteilung von Dr. T. Jacobovits.

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