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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1930-01-01 · 2 (1930) · page 148

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
2 (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 148)
Language
German
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IRI
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142 mit Bewilligung der Herrschaft sub dato 15. Feber 1694 errichtet und hat es (ohne Angabe der Kaufsumme) der Cheille Lebl auf ihr dringendes Bitten überlassen, wie es im Vertrage heißt. Für den Bauplatz, der am oberen Ringplatz neben einem Christenhaus gleich oberhalb des Baches lag, hat er dem Bürger Voräcek angeblich 8 fl. bezahlt 5. Ein herrschaftliches Judenhäuschen, nach dem Tode des Oberstburggrafen Hermann Jakob Grafen Czernin von Chudenic vom verstorbenen Hauptmann Christian Scharf i. J. 1711 errichtet und dem Jouschl Hersehl um 12 fl. Schutzzins hingelassen. Der Bauplatz zum Häuschen war vom benachbarten Bürger um 6 fl. erstanden. 6. Lazar Bloch aus Neuern war i. J. 1718 vom f Hauptmann Kral aufgenommen worden. Im gleichen Jahre kaufte er ein Haus vom Juden David Israel um 48 fl. Es war vordem ein Christenhaus und es läßt sich nicht feststellen, von wem es f David Israel gekauft hat. Das Haus steht beim Rathaus in der Gasse gegen das Schloß und den unteren .Ringplatz zwischen zwei Bürgerhäusern; die Juden haben ihre Synagoge darin, kommen hier zusammen, um ihre Gebete zu verrichten, was bei den Christen allerdings Ärgernis erregt, wenn die Juden in ihrer Festtagspracht und bunten Kleidertracht hier zusammenlaufen, namentlich an ihren großen Feiertagen. 7. Wolf Pinkas hat sein Haus in der eben genannten Gasse gegen den beiden Eckhäusern am unteren Ringplatz dem Schlosse zu. Er selbst ist in Schwihau geboren und der Enkel des vormaligen hiesigen Juden Sigmund Löbl. Das Haus hat um den 15. Dez. 1693 mit Bewilligung der Obrigkeit der Jude Salomon Sender von dem Bürger Martin Zborowsky um 50 f 1. gekauft, mit der Bedingung, wenn ein Christ es ihm abkaufen wollte, es ihm um denselben Preis abzutreten und zu verkaufen; die auf Eeparatur des Hauses angewendeten Auslagen soll ihm der Käufer zu vergüten verpflichtet sein. Pinkas hat das Haus am 13. Mai 1729 um 600 fl. nach dem Tode des gew. Hauptmanns Paul Weber unter der stellvertretenden Amtsführung des vormalig hiesigen und nunmehr Neuhauser Rentschreibers Johann Adalbert Prochäzka gekauft. Damals hatte das Haus allerdings noch keinen solchen Wert, doch für einen Juden, der Mittel besitzt, um durchs Geschäft etwas zu verdienen, liegt es sehr günstig, wie sich auch dieser Pinkas schon emporgebracht hat, der

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