Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 2 (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 147)
- Language
- German
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141 Nach dem Tode dieses Juden wurde dessen Sohn Samuel Pinkas Besitzer. Im J. 1717 verkaufte es dieser wieder seinem Bruder, des obgenannten Sigmund Brumml Vater, Abraham Brumml, der von Klattau kommend am 20. Oktober 1698 von Franz Max. Otto Czernin von Chudenitz in Schutz aufgenommen worden ist. Abraham Brumml hielt das Haus 15 Jahre und überließ es am 30. Okt. 1732 käuflich um 300 f 1. wieder seinem Sohne, dem jetzigen Besitzer Sigmund Brumml. Dieses Haus steht am oberen Ringplatz zwischen zwei Bürgerhäusern. 2. Aron Götzl, der jetzige Pächter des Chudenitzer jüdischen Branntweinhauses, hat sein Häuschen am 18. Juli 1737 von David Moyses um 550 fl. gekauft, u. zw. für ein anderes bei Nr. 4 beschriebenes Häuschen mit einer Aufzahlung von 275 fl. Dieses Häuschen hatte vordem am 24. Nov. 1697 kontraktmäßig und mit Bewilligung des Herrn Franz Max. Czernin wieder von einem Christen (Martin Boleska) der David Israel um 40 fl. gekauft, mit der Bedingung, daß der Jude von allen militärischen Durchmärschen und Kontributionen frei sein und nur zur Entrichtung des Schutzgeldes von 25 fl. verpflichtet sein solle, und sollte er das Haus wieder verkaufen wollen, so solle dies mit Wissen der Obrigkeit geschehen. Weil aber dieser Jude Israel bei der Herrschaft viel schuldig blieb, wurde das Haus nach seinem Tode, als der hinterbliebene verheiratete Sohn samt Weib und Kind katholisch wurde, dem David Moyses verkauft, später dem David Leeb, schließlich dem genannten Besitzer. Das Häuschen steht am oberen Ringplatz unweit der Pfarrkirche, ebenfalls zwischen zwei bürgerlichen Häusern. 3. Abraham Brumml hat sein Haus, welches nach seinem soeben eingetretenen Tode seine zwei hinterbliebenen Söhne haben sollen, am 20. Oktober 1698 mit Bewilligung der Herrschaft laut eigenhändig unterschriebenen und besiegelten Kontrakts von Dorothea Helm (ohne Kaufpreisangabe) mit der alleinigen Bedingung gekauft, er werde jährlich 12 fl. Schutzgeld zahlen, das nimmehr auf 18 fl. gestiegen ist. Dieses am oberen Ringplatz zwischen zwei bürgerlichen Häusern liegende Haus ist i. J. 1739 abgebrannt 4. David Moyses, bei dem am 1. März 1739 um die 11. Nachtstunde Feuer auskam, wodurch drei Christenhäuser und neben dem seinigen zwei Judenhäuser mit aller Habe und 4 kaiserliche Pferde verbrannt sind, hat sein Häuschen