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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1930-01-01 · 2 (1930) · page 145

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
2 (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 145)
Language
German
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IRI
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139 40 £1. aufzahlt. Dem Andreas Duchek wird für das dem Juden abgetretene Häuschen das Häuschen der Albrechtin gegeben werden; zur Errichtung der herrschaftlichen Judenniederlassung wird der Oberamtmann aus dem herrschaftlichen Walde 5 Stämme auf eine Scheune schicken. Weil die übrigen Juden — mit Ausnahme des Pinkas und Brumml — gegen diese Veränderungen soweit nichts einwenden, erwartet das Chudenitzer Amt, daß die Obrigkeit die Vorschläge genehmigen und gegebenenfalls eine Entscheidimg erlassen werde, daß die Umquartierung selbst mit Gewalt vollzogen werden könne. Die Gräfin verlangte noch einige Aufklärungen. Zunächst ein Verzeichnis der Juden bis zum 18. Juli 1739. Es sind dies: 1. David Salomon Götzl, Bruder des Chudenitzer Branntweinbrenners Aron Götzl. Er hat die alte Mutter bei sich, zahlt an Schutzgeld (außer der kais. Abgaben) 20 fl. 2. David Moyses, nach Obitetz gegangen, jährl. Zins 12 fl. 3. Josef Brumml hat das Haus nach seinem Vater Abraham. Abgebrannt. Jährl. Zins 18 fl. 4. Jonsch (sie) Hersch hat schon 24 Jahre ein herrschaftliches Häuschen nach f Füsigl, jährl. Zins 12 fl. 5. Lazar Bloch auf dem Hause seines f Schwiegervaters, dort wo das untere Dach der Synagoge ist, Zins 14 fl. 6. Wolf Pinkas hat das Haus nach seinem Vater geerbt. Vorher hatte er das Branntweinhaus in Slawikau in Pacht: er ist in Sch. geboren und hält sich hier das 16. Jahr auf. Er zahlt vom eigenen Hause 20 fl. 7. In der herrschaftlichen Lohgerberei der Gerber Markus Löbl das 18. Jahr. In der zweiten Stube der jüdische Schulmeister; sie zahlen gemeinsam 24 fl. 8. David Leeb; aus Chotzemyschl ist er nach Chudenitz in die Branntweinschenke gekommen, von dort hieher. Hat ins 5. Jahr sein eigenes Haus, das ihm die Herrschaft hat aufbauen lassen, weil das alte sehr baufällig war, und er hat versprochen, die Auslagen zu ersetzen und den bisherigen Zins 12 fl. zu zahlen. 9. Sigmund Brumml hat nach seinem Vater vor 7 Jahren ein eignes Haus übernommen. Zahlt 20 fl. Bei ihm wohnt die alte Fleisslingin, ein Bettelweib, die vom erbettelten Brot lebt, sie zahlt nichts.

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