Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 2 (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 142)
- Language
- German
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136 und auf den Dörfern den Armen, jedem auf ein Kleid, zu verteilen. Von dieser Konfiskation erfahren wir erst 10 Jahre später, als sich die Spitalspfründner beschwerten, daß sie nichts davon gehabt hätten, außer Spott im Land, da man sagte: Geh nach Schwihau, bekommst ein Zeug . . . Aus dem Jahre 1734 hat sich eine vom Gubernium angeordnete Judenkonskription erhalten: wann, von 1618 angefangen, die einzelnen Familien nach Sch. gekommen sind, ob mit kaiserlicher Bewilligung oder ohne eine solche, und wie lange sie sich hier aufhielten. Seit dem Jahre Die Familie Bis zum Jahre 1653 David Israel 1707 99 Charscha Israel 1707 1664 Jakob Low 1716 1702 Philipp Low 1707 1674 Abraham Samuel 99 1632 David Eisigl 99 1714 Löwl Moyses 1723 1709 David Moyses 99 1710 Salomon Alexander 1715 1684 Markus Low 1722 1706 Feischi Löwl 1707 99 Josef Hersehl 1712 99 Daniel Alexander 99 99 Low Aron 1722 1674 Wolf Pinkas 1707 Sprinzl Adamin, Bettler 99 Hinde Salomonin, Bettler 99 sämtlich ohne kaiserl. Konsens oder Bewilligung. Die Judenhäuser gehörten vordem der Herrschaft, nunmehr aber bereits den Juden. Sie durften sich solche nur mit Bewilligung einer gnädigen Obrigkeit kaufen, und zwar unter der Bedingung, daß die Christen jederzeit berechtigt sind, dieselben auszutauschen oder auszulösen. Als dann i. J. 1739 eines Nachts, wie glaubwürdig erwiesen, beim Juden David Moyses (jetzt Nr. 63) Feuer auskam, wodurch drei christliche Bürgerhäuser und zwei Judenhäuser samt Scheuern abbrannten, und da schon früher gegen die Juden Beschwerde geführt worden war, daß sie nicht beisammen, sondern verstreut unter den Christen wohnen, wodurch Feuersgefahr und anderes Unheil durch sie entstehen könne,