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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1930-01-01 · 2 (1930) · page 95

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
2 (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 95)
Language
German
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92 107) Die Juden wurden immer wieder des Einverständnisses mit den Türken beschuldigt. Vgl. das Patent Ferdinand I. v. 31. Jänner 1544, ferner das Generalmandat Maximilians IL v. 1. Dezember 1572 und schließlich den Bericht der Hofkammer an Erzherzog Matthias v. 4. Mai 1601. los) Pribram a. a. O. S. 9 (Jahr 1546). Dieweil Wir aber daneben bedacht und in Werk befunden, obgleich wol die Juden aus Österreich unter der Enns geschafft und die Juden in Unserem Markgrafthum Mähren bleiben, das wenig Fruchtbarkeit damit zu erhalten ist, so wollen Wir . . . 109) Ztschr. f. G. d. J. i. D. 1. Bd. S. 179ff, verbessert Bondy G.— Dworsky Fr. I Nr. 526 . . . An der Spitze des Verzeichnisses steht Izdrahel, Glaser, Markvart, Lazar, Isaak, Alexander sind Beinmacher (Drechsler), das Handwerk pflanzt sich schon familienweise fort. Im ganzen werden 14 verschiedene gewerbliche Berufe angeführt. 110) Popper M. Aus Inschriften des alten Prager Judenfriedhofes. Ztschr. f. d. G. d. J. i. D. 5. Bd. S. 351ff. m) Kubicek V. Z dejin mesta Lostice Brno 1918 str. 150. 112) Lichtensteinsches Archiv. Circularienbuch. Hühl J. Die Entwicklung des Gewerbes in Mähr.-Trübau. Mitt. z. Volksu. Heimatskunde d. Schönhengster Landes Jhg. 1921 S. 78. 113) Harrer Fr. Geschichte der Stadt Mähr.-Schönberg. Ebd. 1923 S. 72. 114) Kesponsensammlung des Menachem Mendel Krochmal Nr. 60. Vgl. Frankl Grün a. a. O. S. 93. Seifenerzeugung und Handel verursachten später ununterbrochene Streitigkeiten zwischen jüdischen und christlichen Gewerbsleuten. 115) Kott L. Der Gemeindehaushalt der Stadt Leipnik i. J. 1612 1. Teil S. 18. Progr. d. d. Landesober real schule Leipnik 1909. 116) Kratochvil A. Ivancice str. 277. Die Vermögensaufnahme bewertet das reine Gut mit 1699 fl. 13 Groschen. Bares Geld wurde gefunden: 29 Dukaten zu 1 fl. 30 kr., beträgt 53 fl. 25 Gr. 200 Taler zu 80 kr,, macht 228 fl. 17 Gr., an böhmischen Groschen 90 fl., an Sechserin 110 fl., an Skarnitzeln und Geflügel 30 fl. 6 Gr., an Halbiaiern und Vierteltalern 18 fl. Wein aus d. J. 1605 3 Fässer, 4 Eimer zu 25 fl., a. d. J. 1606 1 Faß um 15 fl. u. a. d. J. 1607 2 Fässer zu 35 fl. S. 295 heißt es: Po Väelavu 2idovi hrncifi dostalo se na obec dobre 28 zl. 8 gr. Im Anfang des XVII. Jhdt. scheint die Eibenschitzer Judengemeinde im besten Einvernehmen mit der christlichen Bürgerschaft gelebt zu haben. Kratochvil führt S. 277 als tyhodni: Kaspar Zid a Martin Lucar an, Ein Jude und ein Christ werden also vom Rate mit der Einhebung der Wochenmarkt- Abgaben betraut. Bei Beurteilung dieser Verhältnisse darf nicht vergessen werden, daß Eibenschitz im XVI. und am Anfang des XVII. Jhdt. Hauptsitz der böhmisch-mährischen Brüdergemeinde gewesen ist, welche an Beschränkungen jüdischer Erwerbstätigkeit und an judenfeindlichen Ausnahmsgesetzen kein Interesse hatte.

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