Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 2 (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 93)
- Language
- German
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90 90) Zrizeni selske v Loucanech z r. 1525. V. Houdek. Cas. Maüce Moravske r. 10 (1878) str. 166.2ädny od ziduov aby nie nevypüjcoval, ani se u nich nedluzil, ani jim co zastavoval; pak-li by se kdo v tom tak zachoval a u ziduov se dluzil aneb jim co zastavoval, takovy kazdy aby v dSdine trpin nebyl, nez hned aby byl vypovedin a pänom grünt osadö bral se kde by cht£l. Diese Grundordnung von Loucany (bei Olmütz), welche im XVII. Jhdt. in Böhmen und Mähren viel Nachahmung gefunden hat, ist bislang unbemerkt geblieben. 91) Die jüdischen Forschungsreisenden des Mittelalters Petachja von Regensburg und Benjamin von Tudela geben hierüber sehr zutreffende Berichte. Vgl. Dubnow a. a. O. 5. Bd. S. 84. 4. Bd. S. 414ff. Der deutsche Kaiser Friedrich IL, dem Sizilien eine neue Blütezeit verdankt, hat ausschließlich Juden zu Verwaltern der staatlichen Färbereien eingesetzt. Als die Juden durch Ferdinand den Katholischen (1492) ausgewiesen wurden, wandten sich die höchsten Beamten des Königreiches an den Vizekönig und baten, jene im Lande zu belassen, da sie als Erzeuger von Eisengeräten aller Art, bei Schiffs-, Straßen- und Mauerbau unentbehrlich seien. Zur Bittschrift vgL Dubnow a. a. O. 5. Bd. S. 440ff. 92) Sehr lehrreich ist in dieser Beziehung die Visitation der Frankfurter Judengasse v. J. 1694. Von 415 Haushaltungen treiben 109 Geldleih- und Trödelgeschäfte, 106 den Schnittwarenhandel, 24 den Spezerei- und Viktualienhandel, 14 handeln mit Häuten, 5 mit Frucht und Pferden, 9 schenken Wein und Bier, 3 führen Fremdenherbergen, 2 Garküchen. Bücher K. Die Bevölkerung von Frankfurt a. M. im XIV. und XV. Jhdt. 1. Bd. S. 572 weiß für Frankfurt nur einen einzigen jüdischen Handwerker, einen Schwarzfärber kurz vor 1500 namhaft zu machen. 93) Wostry W. Ein deutchfeindliches Pamphlet aus Böhmen. Mitt d. V. f. G. d. D. i. B. 53. Jhg. S. 224. 94) Wostry W. a. a, O. S. 235. Adolphus Pilarz et Franciscus Moravetz: Moraviae historia politica et ecclesiastica. Pars prima Brunae 1785 p. 269 behandelt dieselbe Sache: Si quis opificum in urbe exereuit nulli addictus tribui, impune occidi poterat, solumque poenam pecuniariam occisoris tribus persolvit. 95) Der Wenzelslandtag 1479 bestätigte den Adeligen das Recht, Bier zu brauen und zu mälzen und Handwerker auf ihren Burgen und Festen zu ihren Zwecken zu haben. 2aloby mest na päny a rytifstwo Cas. ces. Mus. 1847, 2. str. 422—440. 96) Erst das Patent v. 20. Februar 1753 gab den jüdischen Handwerkern das Recht, durch Anfertigung eines Probestückes Meisterrecht zu erlangen. 97) Semeslnictvo a zivnosti XVI. veku (1526—1628). Praha 1909. 98) Dieser Tatsache gedenkt weder Z. Winter Zlata doba möst ceskych str. 200 noch Mayr Fr. M. Geschichte Österreichs 1. Bd. S. 452. ") Archiv cesky XXXIII str. 531. Jakob Koplman, sklenaf, zid.