Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 2 (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 88)
- Language
- German
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85 4S) A. a. O. p. 59, Judei emerunt... Chebil solvit. 49) Die Mälzer der Prager Neustadt schlössen sich erst i. J. 1456 zu einer Zunft zusammen. Über die Arbeitsverhältnisse im Brau- und Müllergewerbe Ruby Fr. Das Iglauer Handwerk Brünn 1887 S. 44 u. 48. Vgl. ferner die erste vom Brünner Rate i. J. 1352 gegebene Mühlenordnung C. D. M. VIII S. 136, in der die mulherren, Pekken und Muellner genannt sind. 50) Ursprünglich war unter dem Namen braseatorium Mälzerei auch die Brautätigkeit verstanden. Erst das Rosenberger Urbare unterscheidet braseatorium Mälzerei und braxatorium Brauerei. V, Schmidt Beitr. z. Wirtschafte d. D. in Südböhmen Mitt d. V. f. G. d. D. i. B. 38. Jhg. S. 6/7 u. 41. 51) Schmidt a. a. O. S. 51. 52) Seligmann aus Brünn erscheint als Gläubiger in Goldmanns Judenbuch nr. 18. 21. 36. 40. 44. 48. 153 (in der Zeit von 1391—1396), Eysakh aus Brünn s. Geschichtsquellen d. Stadt Wien 3. Bd. 3. Abt. Register. Müschlein, Jude v. Brünn, hat ein Haus, das von der Stadt i. J. 1422 um 104 phunt verkauft wird. Schwarz Ign. Das Wiener Ghetto S. 14. 16. u. 70. Das Schicksal der reichen Brünner Juden teilen auch die Znaimer. Schalom, Warachs Sohn von Znaim: Satzbücher d. Stadt Wien Nr. 4195. 4300. 3707. u. Goldin ann Judenbuch Nr. 195. (um 1400). Das Haus des Leser von Znaim erhielt Heinrich v. Straspurg. Schwarz a. a. O. S. 82. In den Wiener Quellen (1407—1413) wiederholt genannt. 53) Strakosch G.—Graßmann Die deutsche Auswanderung aus Mähren in der Vergangenheit Ztsch. d. d. V. f. d. G. M. u. Sch. 20. Bd. S. 152. 54) Zum Sprachgebrauch vgl. Beck Josef Die Geschichtsbücher der Wiedertäufer in Österreich-Ungarn. F. R. A. 2. Abt. Bd. 43 S. 273. hieß vns der herr wider bleiben vnd nit verruckhen. (Jahr 1579.) 55) Goldmann a. a. O. Anhang S. 120, Oa Sigismund gerade im kritischen Augenblick, als viele jüdische Flüchtlinge sich aus Österreich nach Mähren begeben hatten, ihnen nicht nur den Aufenthalt in Brünn und anderen mährischen Städten gestattete, sondern auch ihre Freiheiten reichlich bestätigte. Für die genannten Behauptungen fehlt jeder quellenmäßige Nachweis. Selbst das Wiener Geserabueh weiß nichts davon zu berichten. Das Urteil Dubnows Die Geschichte d. jüd. Volkes in Europa 5. Bd. S. 340, daß die Darstellung der Wiener Gesera wohl reich an erschütternden Schilderungen des Martyriums sei, jedoch der geschichtliehen Perspektiven entbehre, ist sicher zutreffend. Es genügt, die Schlußworte der „Wiener Verfolgung in teitsch" zu lesen. Anhang des Goldmannschen Judenbuches S. 132 [er Iis ausrufen, das man keine juden solt kein hör krümen: ach die juden, die aus Ostreich waren kumen, Sölten sich besezen, wo es inen wol gefil.l Es klingt auch nur wie ein blutiger Hohn, wenn Sigismund 12 Tage nach der Judenverbremfung in Erdberg, bei der Bestätigung der Privilegien für die österr. Herzoge wünscht, daß die Juden in allen Kechten und Gewohnheiten bleiben. Den peinlichsten Eindruck