Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 2 (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 89)
- Language
- German
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86 erregen aber die von Loserth J. in den Mitteil. f. österr. Geschichtsforschung 38. B. S. 471 ff veröffentlichten Urkunden, welche „die Bezahlung des Judenfalls" nach der Vertreibung bezw. Verbrennung der Juden in Konstanz, Ravensburg, Überlingen und Lindau fordern (1430). 56) Grünhagen C. Gesehichtsquellen der Hussitenkriege, hrsg. v. Ver. f. G. u. Altert. Schles. 1871, S. 16 Nr. 24 [Lieben getrewen, solich judengelt, das bey euch uf den Rathawse lyget, mit etlichen cleynoten.] Vgl. Stobbe Mitteilungen aus Bresl. Signaturbüchern Ztschr. f. G. u. A. Schi. 7. Bd. S. 346 Anm. 1. Im J. 1420 oder kurz vorher fand eine Beraubung der Breslauer Juden auf Befehl Sigism. statt. 57) Franz Palacky Urkundliche Beiträge zur Geschichte des Hussitenkrieges vom Jahre 1419 an Prag 1873 1. Bd. S. 155. 58) Von einem Bund der Juden und Hussiten redet man zuerst in Wien, kurz vor der Vertreibung der Juden aus Österreich. Acta fac. theol. I fol. 22a, Bericht über die Sitzung der theolog. Fakultät v. 9. Juni 1419. Mencio facta fuit de confederacione Judeorum et Hussitarum et Waldensium, item de multitudine Judeorum, de delicata vita ipsorum et de quisbusdam libris execralibus, quos habent in contumaciam Creatoris et blasphemiam Christi. Frieß G. E Herzog Albrecht V. von Österreich Linz 1883 S. 10 beruft sich auch auf Contin. Claustroneoburg. z. J. 1421: sed omnes mali Christiani et Judei, tarn nobiles quam ignobiles, confugerunt ad eos (Husitas). Österr. Zeugnisse dieser Zeit haben nur den Zweck, Albrechts Grausamkeit zu entschuldigen. Nicht anders steht es um die wirtschaftliche Unterstützung der Hussiten durch die Juden. Auch dieser Vorwurf wird zuerst in Österreich erhoben. Die Fassung C der Wiener Gesera bringt die Variante, Herzog Albrecht habe Rache geschworen, weil die Juden seinen Feinden, den Hussiten Kriegsgerät geliefert haben. Am 17. Mai 1424 wendet sich Sigism. an die Städte Schlesiens, den Hussiten keinerlei Kaufmannswaren zu liefern, im Jahre 1432 müssen christliche Kaufleute Urfehde schwören, weil sie [ den hussen vorkawt und abekawft haben]. Vgl. Stobbe Mitteilungen aus Breslauer Signaturbüchern 8. Bd. a. a. O. Nr. 155 a. d. J. 1432; Nr. 167 a. d. J. 1435. Fälle in Mähren behandeln Nr. 334. 335 der Palackyschen Sammlung a. a. O. es) Palacky a. a. O. Nr. 379. 380. 385. 388. 60) D'Elvert Chr. Geschichte und Beschreibung der Stadt Iglau. Brünn 1850 S. 53. Er befahl, die J. wegen angeblichen Einverständnisses mit den Taboriten aus Iglau zu vertreiben (1426), Eichtiger beurteilt die Frage Mayer Fr. Gesch. Österreichs 1. Bd. S. 573. Zur Zeit der Hussitenkriege wurden viele früher reiche Bürger von Iglau Schuldner der Juden und diese wurden 1426... Ebenso wie Olmütz stürzte sich auch Iglau durch die Kriegsunternehmungen der Hussitenzeit in große Schulden.. Albrecht gewährte daher den katholischen Bürgern Iglaus „Freyung für allen Gesuch und Hauptguett, den sie den Juden noch schuldig