Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 2 (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 50)
- Language
- German
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47 nur an unserer Stelle und bei den anderen böhmischen Geschichtsschreibern des XII. Jahrhunderts ist es nicht zu finden, ebenso wenig in den von Friedrich herausgegebenen Urkunden bis 1230. Aronius (Regesten zur Geschichte der Juden in Deutschland, p. 102 nr. 220) hat darauf hingewiesen, daß das Wort in einer mährischen Urkunde von 1279 vorkomme. Es ist eine Urkunde des Bischofs Bruno von Olmütz (Boczek, cod. dipl. Moraviae 4, 231, nr. 170), worin er sich „Olomucensis et Preroviensis provinciarum vicedominus" nennt. Hier bedeutet das Wort „Statthalter" in unserem Sinne. Bischof Bruno war vom deutschen König Rudolf, der nach der Schlacht auf dem Marchfelde Mähren in Besitz genommen hatte und es behalten wollte, eingesetzt worden. 33) Über die Verwaltung in Böhmen in der Zeit der Premysliden vgl. Peterka a. a. O. 33—48. 34) Daraus ist bei Stein (Geschichte der Juden in Böhmen p. 9.) Jacob Appel es geworden, was Dubnow (Weltgeschichte des jüdischen Volkes, deutsche Übersetzung von Steinberg, 4, 318) leider übernommen hat. 35) In Metz, Worms, Mainz, Trier, Kerpen, Mörs, Regensburg, vgl. Aronius, Regesten, nr. 181—199. 36) Vgl. meine Schrift „Kreuzfahrer und Juden in Prag", Jahrbuch, 1, 2. 37) Aronius, nr. 203. 38) Cosmas lib. III., cap. 5. *ö) Ebd. cap. 4. 49. 40) A. a. O. lb, 552. 41) Ebd. 674. 42) Caro, a. a. O. 45 ff. 43) Ebd. p. 203. 44) Aronius nr. 62 (ad a. 633) nr. 108. ad 846). Ob die 1096 genannten „Einnehmer" David in Mainz und Samuel in Metz (nr. 181. 185) dazu zu rechnen sind, ist unsicher. 4B) Aronius nr. 425 (ad 1207—23, Jechiel, Münzmeister des Bischofs Otto von Würzburg) nr. 336. 339 (ad 1194, 1196) „Schlom", Münzmeister des österr. Herzogs Leopold V.; nach Ephraim bar Jacob in Quellen zur Geschichte der Juden in Deutschland 2, 211 wäre Schlom vom Herzog auch zur Verwaltung „seiner Gelder und Güter" bestellt worden. Ob diese Angabe zutreffend ist — Ephraim schrieb in Bonn — läßt sich nicht sagen. Zu erwähnen wäre auch die Vermutung Menadiers, daß Herzog Bernhard I. von Sachsen 1180—1212 einen jüdischen Münzmeister gehabt habe (s. Aronius nr. 389), und von Aronius (nr. 429), daß der Jude Tekanus der Nachfolger Schlomß in Österreich gewesen sei. 46) Aronius nr. 627 (ad 1257). 47) Vgl. meine Schrift „Kreuzfahrer und Juden in Prag" p. 15—16. 48) Cosmas lib. III. cap. 5. 4Ö) Das darf man der versifizierten Rede des Kämmerers an die Juden entnehmen, wenn sie auch von Cosmas erfunden ist.