Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 2 (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2644300-2644303--0504-2644846- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
44 3) Geschichte der Stadt Prag 1, 137, dejepis mesta Prahy l2, 128. 4) Geschichte Böhmens 1, 403, 408. 5) Geschichte Böhmens und Mährens bis zum Aussterben der Pfemysliden (München 1912), p. 202. 6) Ceske dejepisy lb, 552, 674. 7) Die Angaben Novotnys stimmen nicht ganz überein, auf S. 554 wird Jacob „einer der obersten Beamten Wladislaws" (päd jednoho z pfednich urednikü Vladislavovych) genannt, während S. 674 von ihm gesagt wird, daß er die „höchste Stelle am Hofe" erlangte (dosel nejvyssiho mista u dvora). 8) Social- und Wirtschaftsgeschichte der Juden im Mittelalter und der Neuzeit 1, 217, 484. 9) Die folgende Übersetzung weicht an einigen Stellen von der Grandaurs (Geschichtsschreiber der deutschen Vorzeit, XII. Jahrhundert, 14, 224) ab. 10) Daß die uns erhaltenen Geschichtsquellen des XII. und XIII. Jahrhunderts Jacob nicht erwähnen, ist aus der Art dieser Aufzeichnungen leicht zu erklären: ihre Verfasser haben sich vorwiegend mit den Ereignissen ihrer Zeit beschäftigt. Erst im XIV. Jahrhunderte sind in Böhmen wieder Chroniken nach Art des Cosmas, Gesamtdarstellungen der böhmischen Geschichte von ihren Anfängen her geschrieben worden. Es sind die Reimchronik, und die Chroniken des Johann v. Marignola und des sogenannten Pulkawa (die Chronik Neplachs verdient für die ältere Zeit kaum genannt zu werden). Für unsere Frage kommt nur die Reimchronik in Betracht, die auch Sagen und alte Volksüberlieferungen enthält. Marignola und Pulkawa haben die Chronik von Cosmas excerpiert, der eine (M.) hat das Capitel über Jacob aufgenommen, der andere hat es weggelassen. Marignola hat an dem Texte von Cosmas eine bemerkenswerte Änderung vorgenommen. „Sua audacia," schreibt er über Jacob, „eum in tantum extulit cum fallaciis et pecunia, quod erat secundus post ducem" (Fontes rer. Bohem. 3, 557). «) Kronyka czeskä (ed. 1541) fol. CLXVIIIb. 1Ja) Bondy-Dworsky, Zur Geschichte der Juden in Böhmen, Mähren und Schlesien 906—1620, II, 884 nr. 1107. 12) Wer sich die Mühe nimmt, den Text von Häjek mit dem von Cosmas zu vergleichen, wird an einigen Stellen den engsten Zusammenhang, d. h. wörtliche Entlehnung finden. Häjek beruft sich zwar in der Einleitung des Kapitels auf mehrere Quellen, aber mit ihnen steht es so, wie mit den von ihm an anderen Stellen angeführten Chroniken des Jaroslav von Hradist, Johann Klipta u. a. Niemand hat bis heute diese Chroniken gesehen oder auch nur eine Spur von ihnen entdecken können. Palacky hat in seiner Schrift „Würdigung der älteren böhmischen Geschichtsschreiber" (p. 286) eine treffende Erklärung für die von Häjek erfundenen Geschichten gegeben. Sie sind, wie er sagt, „aus einer falschen Ansicht des notwendigen historischen Pragmatismus" hervorgegangen, d. h, Häjek wollte die Ereignisse nach dem