Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 2 (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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10 5. Bestimmung des mitteleuropäischen Judentums durch vergleichende Geschichte und Verfolgung des Problems der seelischen Reste Byzantinischen. 6. Handliche Edition der bereits insbesondere in Petersburg erschienenen Schriften zur jüdischen Statistik. 7. Organisierung der Regionalforschung. 8. Bestimmtes Erfassen der jüdischen Geschichte als zugleich uneinreihbar und meist eingereiht. 9. Bestimmung eines selektiven Prinzipes auf Grund dessen auf die Konsequenzen der von den Völkern adoptierten jüdischen Geschichte Rücksicht genommen werden muß. 10. Zusammenarbeit der epilogischen (erzählenden), diagnostischen (soziologischen) und sugestischen (charakteriologischen) Geschichtsschreibungsart 11. Bestimmung des Problems über die jüdische Geschichtsschreibung des Antisemitismus. 12. Bewußtwerden des Problems einer jüdischen Geschichte Vles Judentums, welche durch intensives Staunen über das Geschichtliche überhaupt an die Urform der jüdischen Histeriographie anknüpft. 13. Bestimmung, wie sich die slavisch-deutsche Relation psychisch in der Geschichte des Judentums dieser Republik spiegelt n. Soziologie der ersten weltlichen jüdischen Prager Chronik. Der Gegensatz zur Geschichte ist das Elementare. Das Mittelalter wurde für die Juden eine Elementarzeit. Sie trieb sie nicht zur Geschichtsschreibung an. Die Liebe zur Geschichte blieb für das Judentum charakteristisch. Aber es erschien innerlich unmöglich, eine Geschichte dieser Elementarzeit zu schreiben. In den rudolphiiüsehen Zeiten ist in Prag eine Wendimg zu verzeichnen. David Gans, ein Schüler ben Bezalels, schrieb eine weltliche Chronik. Die Soziologie der jüdischen Geschichtsschreibung in der cechoslowakischen Republik hat einen natürlichen Anfang. Man könnte Gans einfach als Produkt der Buchdruckzeit ansehen, aber das Prager Judentum hat diese Kirnst erst spät recipiert. Es wurde hier überhaupt die Entscheidung zu einer neuen Lebensführung mitunter verschoben. Nicht aber