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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 424

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
1 (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 424 (sequence 427)
Language
German
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IRI
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424 worden war, ist allen Bibliographen entgangen und scheint auch sonst bisher völlig unbekannt geblieben zu sein. Auch Steinschneider weiß von der Existenz dieser Übersetzung nichts. Wohl nirgendwo ist sie verzeichnet. Meine Anfrage, ob sich vielleicht ein Exemplar in der Stadtbibliothek zu Frankfurt am Main befinde, wurde von dem Bibliothekar Herrn Professor Dr. Aron Freimann wie folgt beantwortet: „Eine Übersetzung von Seligmann Kisch, Prag 1849, ist hier nicht vorhanden, ich habe sie nie gesehen und kann sie bibliographisch nicht nachweisen/4 Diese Bemerkung aus dem Munde eines der hervorragendsten Kenner des jüdischen Schrifttums und Verwalters des reichen jüdischen Bücherschatzes der Frankfurter Stadtbibliothek veranlaßte mich, eine Neuveröffentlichung dieser sonach verschollenen und sämtlichen Bibliographen unbekannt gebliebenen Übersetzung ins Auge zu fassen. Denn im Herbste 1927 war es mir anläßlich anderweitiger wissenschaftlicher Nachforschungen geglückt, ein Exemplar dieser seltenen Schrift in der Bibliothek der jüdischen Gemeinde zu Berlin zu entdecken. Die von mir angestellten weiteren Erhebungen bestätigten, daß es sich um ein Stück von höchster Seltenheit handelt. Die sonst namentlich an alten Prager Drucken reichen Bibliotheken zu Oxford (Bodleyanische Bibliothek) und Prag (Universitätsbibliothek und Bibliothek der jüdischen Gemeinde) besitzen kein Exemplar. Auch in anderen bedeutenden jüdischen und nichtjüdischen, privaten und öffentlichen Büchersammlungen des In- und "Auslandes, die ich befragte,3) befindet sich kein solches, nach Ausweis ihrer gedruckten Kataloge auch nicht einmal in der Bibliothek des Britischen Museums. Allein die Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek hat ein einziges weiteres Exemplar der seltenen Schrift unter der Signatur Q II 13 b 8° aufzuweisen. So stellt Seligmann Kischs Übersetzung der Megillat Eba, von der somit bisher nur zwei erhalten gebliebene Exemplare von mir ermittelt werden konnten, buchgeschichtlich eine große Rarität dar. Der verehrte Herausgeber des vorliegenden Werkes hat daher, meiner Meinung und Anregung zustimmend, mit mir diese Schrift nicht unwert gehalten, im ersten Bande des Jahrbuches der Gesellschaft für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakischen Republik in ihrem Wortlaute von neuem zu veröffentlichen. Der Inhalt dieser sonst in Prag nie gedruckten Megillat Eba dürfte gerade hier auch achtzig Jahre nach dem ersten Erscheinen der Übersetzung wohl noch und von neuem Interesse finden. Seligmann Kischs Übersetzung gelangt aus der Ausgabe von 1849 im folgenden wortgetreu neuerlich zum Abdruck. Auf Änderungen und Ergänzungen jedweder Art wurde verzichtet. Nur die Interpunktionen

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