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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 422

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
1 (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 422 (sequence 425)
Language
German
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IRI
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„Literaturgeschichte der synagogalen Poesie'' (Berlin 1865, S. 426 f.) einen kurzen biographischen Abriß über Lipmann Heller gebracht. Ferner hat David Kaufmann mit seiner bekannten Gründlichkeit in dem Werke: „Die letzte Vertreibung der Juden aus Wien und Niederösterreich, ihre Vorgeschichte (1625—1670) und ihre Opfer" (Wien 1889, S. 15 ff., 19 ff.) die Verfolgungen und Prozesse zur Darstellung gebracht, die sich gegen Lipmann Heller richteten. Seine Persönlichkeit ist auch von Alexander Kisch in der Schrift: „Die Prager Judenstadt während der Schlacht am Weißen Berge" (Frankfurt am Main, ohne Jahr, S. 6 ff.) erwähnt. The Jewish Encyclopedia enthält im VI. Bande (New York und London 1904, S. 341 ff.) einen ausführlichen biographischen Artikel, der am Ende auch das bis dahin erschienene Schrifttum über Lipmann Heller verzeichnet. Unter den von Alfred Landau und Bernhard Wachstein seither herausgegebenen „Jüdischen Privatbriefen aus dem Jahre 1619" (Quellen und Forschungen zur Geschichte der Juden in Deutsch-Österreich, III. Band, Wien und Leipzig 1911, S. 49 ff.) befindet sich auch ein interessantes Schreiben Lipmann Hellers an seine Verschwägerte Edel, Witwe des Salomon Malkes, das die Herausgeber mit wertvollen biographischen Anmerkungen versehen haben. Unter dem Titel: „Zum Prozeß des Lipman Heller" hat ferner Arthur Zacharias Schwarz in der Festskrift i Anledning af Professor David Simonsens 70-aarige fodselsdag (Kopenhagen 1923, S. 206 ff.) das im Auftrage des Kaisers Ferdinand II. an Sebastian Tengnagel, „beider Rechte Doctor, der Römischen Kaiserlichen Majestät Rat, Bibliothecarius und Stadtanwalt" gerichtete Reskript mit der gegen Heller erhobenen Beschuldigung der Gotteslästerung und mit der Ernennung Tengnagels zum kaiserlichen Kommissar in dieser Angelegenheit veröffentlicht. Daselbst sind auch aus dem in der Wiener Nationalbibliothek befindlichen Prozeßexemplare des Werkes „Maadane melek we-lehem hamudot" die beanstandeten Stellen mitgeteilt. Neuerdings hat sich schließlich Käthe Spiegel in ihrer Abhandlung: „Die Prager Juden zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges" („Die Juden in Prag"; Bilder aus ihrer tausendjährigen Geschichte; Festgabe der Loge Praga des Ordens B'nai B'rith zum Gedenktage ihres 25jährigen Bestandes, herausgegeben von Samuel Steinherz; Prag 1927, S. 143 ff.) mit der interessanten Gestalt des großen Rabbis eingehender beschäftigt. Auch populär geschriebene und für weitere Kreise berechnete Darstellungen haben sich der sagenumwobenen Gestalt Lipmann Hellers öfter bemächtigt. Unter diesen verdient besondere Hervorhebung der Vortrag von H. Ehrentreu: „Der Prager Oberrabbiner Lipmann Heller", veröffentlicht in der Festschrift aus Anlaß der vierzigjährigen Gründungsfeier des Vereines zur

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