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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 416

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
1 (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 416 (sequence 420)
Language
German
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416 Diese Beschlüsse wurden am Ausgange des Sabbat gefaßt, der dem Sonntage zum Wochenabschnitte Wajakhel zuneiget, im Jahre 592 (18. Adar 19. Feber 1832). Zum Schlüsse sei mir über den Verfasser des vorstehenden Testamentes folgende Bemerkung gestattet: Jakob Zebi Feilbogen war Nikolsburger Herkunft. Sein Vater Mose Lob Biach war Rabbinatsassessor in Nikolsburg.47) Jakob Zebi F., Schwiegersohn des Neu Raussnitzer und spätem Holleschauer Rabbiners Josef Freistadt,48) lebte nach seiner Hochzeit im Hause des Schwiegervaters in Holleschau und folgte später einem Rufe der Gemeinde Ung. Ostra als Rabbiner, wo er bis an sein Lebensende segensreich wirkte. Sein Sohn Josef F. wirkte in verschiedenen Gemeinden Mährens und zuletzt als Rabbiner in Holleschau.49) Einer seiner Nachkommen, ein Wiener Handelsschul-Professor, erregte vor einigen Jahren in der Basilika zu Rom (während der Charwoche) Aufsehen, trat später zur katholischen Kirche über. Ein zweiter Sohn des Nikolsburger Rabbinatsassessors Moses Löb, Josef, Rabbinatsassessor in Boskowitz,50) seine Nachkommen tragen den Familiennamen „Biach" und sind zum größten Teile vom Judentume abgefallen. Anmerkungen. *) Predigtsammlung, 2 Teile, Wien 1825; siehe Benjacob Ozar ha-Sepharim, S. 203, Nr. 877. 2) Gaon. Excellentia, Titel für Gelehrte, welche die 60 Traktate beherrschen; der Zahlenwert des Wortes Gaon 60, siehe Asulai Ch. J. D., Schern ha-Gedolim I, Schgw. Gaon. 3) Vor dem Namen die Titulatur mhrr moronn haraw reb zr unser Lehrer der Rabbi; Titel für Rabbiner aber auch für Gelehrte mit rabbinischer Befähigung, siehe Wachstein B., die Inschriften des alten Judenfriedhofes in Wien, L, S. XXXVII. In Mähren der (Reb Reb) doppelte Reb Titel genannt, siehe Polizeiordnung für die mähr. Judenschaft, bei Müller W., Beiträge zur Gesch. d. mähr. Judenschaft S. 89; Deutsch G., aus Urgroßvaters Tagen, in Monatsschr. für liberales Judent. 1920, S. 75. Ein anderer Titel ist hrr haraw reb, für den Grad eines Chaber, in Mähren der Reb Titel genannt, siehe Müller 1. c. S. 89. 4) Der deutsche Rufname für den hebr. Vornamen Zebi ist Hirsch. Dieser Vorname ist aus dem biblischen Namen Naftali, mit Bezug auf Gen. 4fl2i „Naftali ist eine flüchtige Hindin (Hirschkuh)" hervorgegangen. Hirsch mhd. Hirz, Judendeutsch Harz, später Herz. Über die deutschen und ßechisclien Familiennamen, welche aus diesem Vornamen entstanden, vergl. Flesch H., jüd. Vornamen als Familiennamen, jüd. Farn. Forschung II, S. 110. 5) . . Abbreviaturzeichen. Über Familienname Biach vergl. Flesch EL, Abbreviaturen als Familiennamen, jüd. Farn. Forsch. II, 4 S. 189. •) Vor Namen, Titel Mhrr, s. o. n. 3. 7) Josef Feilbogen war einer der Examinatoren des Loschitzer Rabbiners Abraham Neuda, welchem der mähr. Landesrabbiner Nachum Trebitsch die Autorisation verweigerte; über diesen Streit vergl. Wiener Blätter

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