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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 400

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
1 (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 400 (sequence 404)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644301--0405-2644746
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4C0 Nr. 68. Bericht über den Besuch des vielgeliebten Regenten in der hiesigen Altsynagoge am 2. Pfingsfeiertage 1498. Er bewunderte den 271 Jahre alten Tabernakel Vorhang. Nr. 69. Klagebrief über die Konfiskation sämtlicher jüdischer Bücher am Versöhnungstage mit der Bitte um Hilfe. Vom Gemeindevorstand und Konsistorium. Nr. 70. Antwortbrief unterzeichnet „die Vorsteher des Gesetzes, die Ältesten der Gemeinde Konstantinopel" (ohne Namen) vom 15. des Trostmonates. Anfrage, ob für die Bücher, die ihr jetzt erhaltet, Bürgschaft ist. Nr. 71. Antwortbrief aus Rom, in dem darauf hingewiesen wird, das man Israel in Saloniki seiner Habseligkeiten, seines Grundeigentums und seiner Handelsschiffe, in Famagusta seiner Weiber und Töchter in Perugia seiner Kinder und Säuglinge beraubt habe, um sie zu taufen. Bücher können sie nicht schicken, weil man es ihnen übel auslegen würde, sie schicken aber hinlänglich Geld für solche. Nr. 72. Antwortbrief aus Worms, man könne nur ein kleines Scherflein beisteuern, da die Gemeinde kaum vierthalb Hundert Familien zählt, von denen über % arm oder unbemittelt sind. Nr. 73. Antwortbrief an die „hochachtbaren und vielgeliebten Kollegen und Standesgenossen". Es ist unmöglich zu helfen, da unsere Begierung mit der Eurigen in vielfacher Beziehung steht und wir damit unsere Sicherheit aufs Spiel setzen würden. Nr. 74. Antwortbrief mit Klagen über das allseitige Drangsal Israels. Man sendet Bücher durch Freunde in der näher gelegenen Stadt ***, da man die Transportkosten spare und die Absender in *** nichts zu fürchten haben. Die Bücher sollen abgehen, bis die Mitteilung komme, daß dies ungefährdet geschehen könne. Nr. 75. Antwortbrief, die Kunde von dem Unglücke ist dem Briefe vorangeeilt. Man hat in der Stadt und Umgebung Bücher gesammelt. Anfrage, ob sie frei geschickt werden können. Darunter steht: Rom Bud. Stambul Wien. Worm Speier. Venedig. Nr. 76. Die am letzten Versöhnungstage uns entzogenen Bücher, werden nicht zurückgegeben, dagegen wurde ein Verzeichnis der erlaubten und verbotenen Bücher angelegt, von dem jedes Gemeinde mitglied ein Verzeichnis erhält. Neue Bücher oder uns unbekannte müssen uns sogleich zur Prüfung vorgelegt werden. Kahal und Bethdin.

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