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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 385

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
1 (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 385 (sequence 389)
Language
German
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…/2644300-2644301--0390-2644731
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385 der Stücke, von den 150 Stücken sind nur 43 datiert, und auch diese Jahreszahlen sind zum Teile an den Rand geschrieben. Datierungen folgender Art bilden die Regel: Am 16. Tischri dieses Jahres, heute am 23. Elul, den Supplikanten in . . ., der portugiesisch-lusitanische Jude N. N., der fromme gelehrte N. N., die Mühle zwischen — und —. An vereinzelten Stellen finden sich auch Anmerkungen von späterer Hand (Podiebrad), auf einer Seite sogar eine Haushaltungsrechnung. Auf den Innenseiten der Deckel und den Vorsatzblättern sind mehrfach Nr. aufgeschrieben, z. T. mit der Überschrift Schottky, also wohl die Nr. der Stücke, die Fischer Schottky mitgeteilt hat oder mitteilen wollte, es scheint sich daraus zu ergeben, daß die Zählung geändert wurde, da die eine als neu bezeichnet wird. Zu dem Formalen gehört auch die eigentümliche Erwähnung, der Herrscher und Behörden, die zumeist mit mehrdeutigen Namen erwähnt werden, wie der Landesregent, Herrscher, Regent, Fürst, Resident, Landesherr, die Behörde, die hohe Behörde, die hohe weltliche und kirchliche Behörde. Ein Kapitel für sich bilden die Wiedergaben aus den Gemeindebüchern bei Nr. 11, 16, 19, 29, 45, 59, 88, 112, 114, 146. Hier werden Ereignisse und Verordnungen nach den Gemeindebüchern zitiert, die c^er genauer betrachtet, ganz sonderbare Aufeinanderfolgen dieser Gemeiniebücher ergeben. Es werden nämlich erwähnt Gemeindestatutenbuch Nr. 11 aus d. J. 1271, Nr. 13 aus d. J. 1593, Nr. 13 aus d. J. 1641, Nr. 14 aus d. J. 1551, Nr. 19 aus d. J. 1602, weiters das Gemeindebuch Nr. 7 aus d. J. 1539, das Gemeindebuch Nr. 7 aus d. J. 1687. Zu dieser sonderbaren Aufeinanderfolge kommt noch die merkwürdige Auswahl, die oft wichtigere Ereignisse und Verordnungen nicht nach den Gemeindebüchern zitiert, während z. B. eine Verordnung, die sich ausdrucklich nicht auf Prag bezieht, aus den Gemeindebüchern gebracht wird. Über die Entstehung des Buches ist darin nur der von Wehli veröffentlichte Bericht enthalten, daß der Schreiber Samuel, Sohn des Jesaias hakohen von seinem Schwiegervater Moses Ramschak, der Bruchstücke einer alten Chronik gesehen hat, manches daraus erfahren habe. Daß Markus Fischer sich als den Übersetzer ausgab, ist hinlänglich bezeugt, daß das vorliegende Manuskript das Fischers ist, erhellt daraus, daß auf der Rückseite eines der gefalteten Blätter folgender Text enthalten ist: Predigt, gehalten in der Klaus-Synagoge am i2. May 1820, bey der Feyer der, durch die glorreichen Waffen Sr. k. k. Majestät, Franz I. in Italien wieder hergestellten Ruhe, von Eleasar Fleckeles, erstem Oberjuristen der prager Israelitengemeinde.

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