Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 1 (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 380 (sequence 384)
- Language
- German
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380 tschechischen Judengemeinde ausdrücklich entschuldigt werden konnte (S. 133). Ramsch.-Chronik Nr. 22: Wir befinden unseren Glaubensbrüdern, bei gegenwärtigen Zuständen ernstlich ans Herz legen zu müssen, alle Religionsgespräche mit Nichtisraeliten aufs sorgfältigste zu meiden, und, hiezu aufgefordert, solche so schnell als möglich abzubrechen, weil hierdurch nicht nur nichts Gutes gefördert, sondern vielmehr Ansichten verletzt werden, welches Feindseligkeiten zur Folge hat. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß ihr unserer Ermahnung geneigtes Ohr leihen werdet. (S. 136.) Ramsch.-Chronik Nr. 118 (aus dem fünfzehnten Jahrh.): Wir vernehmen, und mit Leidwesen müssen wir es sagen, daß einige von uns sich so weit vergessen, Teil an Zwistigkeiten zu nehmen, die sie gar nichts angehen, und worin zu reden sie gar nicht berufen sind; daß weiteres welche durch verletzende Lieder Parteistellung offenbaren. Wir vermahnen diejenigen, die sich beim Absingen der Lieder: Laßt um den Altar uns sammeln etc., Ein demütig Ja zu Allem schütteln etc., Wer Mut hat und die Nacht nicht fürchtet etc., beteiligten. Wer unsere Mahnung befolgt, den erreiche Gottes Gnade und Segen! (S. 136.) Ramsch.-Chronik konstatiert, daß eine Judengemeinde Böhmens, die mit ihren christlichen Mitbürgern sich am Kampfe gegen die Taboriten beteiligte, von letzteren ganz aufgerieben wurde. S. 136.) Ramsch.-Chronik Nr. 126: Auf diese Verbannung beziehen sich die Verse, die da zitiert sind. (S. 140.) Ramsch.-Chronik 128: Samuel Buda Aschkenas wird auf allerhöchsten Befehl des Königs zum ersten Münzamtsvorsteher ernannt. (S. 148.) Daselbst 130: Se. Majestät der König, dessen Herablassung nur der Größe Ihrer Weisheit und Ihres Ruhmes gleichkömmt, geruheten die Vermählungsfeier der Rebbeka, Tochter des Münzamtsvorstehers Samuel Buda mit allerh. Ihrer Gegenwart, in Begleitung des ganzen, aus 64 Personen bestehenden Hofrates, zu beglücken, und daselbst nahe vier Stunden zu verweilen. Se. Maj. schienen sehr zufrieden und vergnügt das Fest verlassen zu haben. (S. 118.) Ramsch.-Chronik Nr. 94 (veröffentlicht von Ernst Wehli in der Zeitschrift Ben-Chananja 1861, Nr. 11) meldet, daß die Altneuschule i. J. 1171, nach einer in Prag ausgebrochenen Feuerbrunst, bei welcher nur 11 Judenhäuser verschont blieben, von Samuel Misrachi gebaut wurde. (S. 151.) Ramsch.-Chronik Nr. 44 erzählen als ein freudiges Ereignis für die Prager Judenschaft, daß das seit sieben Viertel Jahren bestandene Verbot der Orgel, durch die Gnade des Königs behoben, die Orgel der