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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 365

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
1 (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 365 (sequence 369)
Language
German
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365 22) Als erster ist darauf Rabby Moyses ben Mayer von K o 1 i n unterschrieben. 23) Freudenthal Max, Leipziger Meßgäste in Monatsschrift a. a. 0. 45. Jg., S. 491 erwähnt ihn als Meßgast v. J. 1668; er dürfte der Bruder des späteren Primators Abraham Aron von Lichtenstadt gewesen sein. 24) War 47 Jahre für die Landjuden tätig, starb 1686. (H. K. S. 72.) 25) Über den langwierigen Verleumdungsprozeß von 1793 gegen ihn siehe: Repertorium a. a. 0., Lg und Grunwald M., Samuel Oppenheimer und sein Kreis, Wien u. Leipzig 1913. S. 331 f. Am 14. XII. 1701 wurde er von Kaiser Leopold „wieder in sein voriges Officium als Landesprimas eingesetzt" (Repertorium a. a. 0.). War 1683 in Leipzig. Freudenthal a. a. 0. S. 491. 26) Über seine Anklagen gegen Abraham Aron und seine Verurteilung in Repertorium Hc u. Lg und Grunwald a. a. 0., S. 332 f.; in Leipzig 1678. Freudenthal a. a. 0. S. 504. 27) Als Primatoren der Landesjudenschaft sind uns bekannt: 1. Der bereits erwähnte Abraham Aron Lichtenstadt. 2. Isak Sacerdot K o 11 i n wird 3. XII. 1702 zum Pr. ernannt, 1710 wird er noch als Lande s- und K o 11 i n e r Pr. bezeichnet; er starb am 26. II. 1713. 3. W o 1 f L e v i aus Sahr wurde am 18. XII. 1713 als Pr. erwählt und bestätigt. (In der 1724 erfolgten Consignation der Juden Böhmens wird bei der Gemeinde Königsberg. Saazer Kreis, erwähnt: „Joachim Levi von Sahr in Böhmen gebürtig, dessen Vater 20 Jahre Landesdeputierter und Primator gewesen ist.'!) 4. M e y e r 1 e Benjamin Pfestitz wird am 27. VII. 1718 Vice Pr. (Vrgl. Grunwald, a. a. 0. S. 335). 5. Hirschl Kalmus Lichtenstadt wird 9. III. 1712 Beisitzer, 27. VII. 1718 Deputierter, 11. III. 1723 Pr., erhält am 10. XI. 1730 für seine durch 19 Jahre geleisteten Dienste eine „Erkenntlichkeit" von 1500 fl., er unternimmt wiederholt in seiner Eigenschaft als Pr. Reisen nach Wien, er versah das Amt bis zu seinem Tode 1743. (Vrgl. Grunwald a, a. 0., S. 338.). 6. Wolf Popper aus Bfeznitz wird 16. VI.. 1730 Beisitzer, 13. III. 1732 Deputierter, 23. X. 1743 Pr., starb 1767. (Vrgl. Krauß Samuel, Joachim Edler von Popper, Wien 1926, S. 15f.) Gegen Ende seines Lebens hat er das Amt eines Pr. nicht mehr ausgeübt, was seine Unterschrift vom 12. II. 1767 beweist, die nach der seines zwar noch nicht definitiv ernannten Amtsnachfolgers 7. Falk Lederer aus Radnitz erfolgte. Dieser wurde 24. IV. 1749 Pilsner Kontributionseinnehmer, 20. IV. 1761 Beisitzer, 20. VII. 1767 Pr., gleichzeitig erfolgte die Ernennung 8. Joachim Popper zum Deputierten an Stelle seines verstorbenen Vaters, er wurde am 20. IX. 1770 Vice Pr. (statt des zurückgetretenen i alkLederers),24. IV. 1772 Pr. bis 12. V. 1792, er starb 1795. Die angeführten Daten sind hauptsächlich aus dem Repertorium a. a. 0. entnommen. 28) Repertorium a. a. 0. Jg. 2Ö) Wurde am 14. II. 1766 ernannt, am 6. XII. 1768 wegen Umtriebe seines Amtes entsetzt und 1776 aus dem Lande verwiesen. 30) Die Deputierten mußten sich da ausschließlich den Amtsangelegenneiten widmen, wie dies aus folgendem Erlaß vom 11. V. 1767 hervorgeht: „Joachim Popper möchte auf Verlangen und Bitten des Prager Juden Bezalel Sobotka von hier ab auf das Land geschaft werden, da er samt den Domestiken in Prag zum großen Nachteil der hiesigen armen Judengemeinde verschiedene Negoty treibt." (Akten d. L.-J. im Archiv d. Nrn., Cc 68.)

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