Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 364

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
1 (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 364 (sequence 368)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2644300-2644301--0369-2644710
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

364 Prof. Dr. S. H. Lieben einige Sterbedaten entnehmen konnte; ein Teil dieser Daten ist aus dem M.-B. und den drei Familiantenbüchern von Kolin im Archiv d. M. d. I. entnommen). Seine Frau Deborah, die ihm nach wenigen Wochen in den Tod folgte, war die Schwester seines Amtsnachfolgers Pinkas Nathan Levi. (M.-B. Nr. 293.) 12) Er war ein Bruder des aus Kolin stammenden Samuel b. Nathan Levi, Verfasser des Machzith ha-Schekel (1724—1806), und ist unter den Initialen R. P. (Rabbi Pinkas), die im Briefe des Nathan Schidlow an Samuel Kell Levi den Bruder (des letzteren) bezeichnen (Stein Gottlieb a. a. 0. S. 29) gemeint. Im Familiantenbuch von Kolin (Archiv M. d. I.), Blatt 136, heißt er Schindelka Adam sonst Pinkas Nathan; er starb am 25. VIII. 1806. Sein Sohn Aron Schindelka (1788—1846) heiratete R o s e 1, Tochter des Samuel Petschek. (ebenda; Vrgl. auch Stein G o 111 i e b a, a. 0. S. 49 f). Seine Mutter B e 1 e (Barbara) und sein Bruder Benjamin Levi werden im M.-B. oft erwähnt. (M.-B. Nr. 274, 286.) 13) Siehe Stein Gottlieb a. a. 0. S. 24. und 26. Würzburger lebte von 1696—1788: Flammerschein von 1710—88. 14) Wörtlich darüber: „...in Absicht des bei der Prager Judenschaft von unerdenklichen Jahren her gebräuchliche Observanz, die Beisitzer lediglich zum Judiciale in Punkto Debiti, keineswegs aber zu denen Privat-Sessionen bei der Prager jüdischen Instanz applicieret werden, folglich ab Exemplo der Prager Judenschaft die Neu-Kolliner jüdischen Assessores eben kein mehreres Beisitz-Recht außer in Judizial-Sachen haben." (Archiv des Ministeriums des Innern [= A. M. J.] Cam. R 7/4 Nr. 3 f.) 15) Ist bald zum Ältesten vorgerückt. 16) Der Wortlaut des Gubernialerlasses vom 17. I. 1764 über die als Muster dienenden Prager Gepflogenheit ist: „... Die Prager jüdische Observanz hingegen sich dergestalt verhaltet, daß zu den in Gemeindeangelegenheiten haltenden privat Sessionen niehmals ein Beisitzer gezogen, wohl aber zu Sessionen, worinnen Judicial-Sachen tractiert werden, mit dererselben Zuziehung gepflogen werden." 17) Vrgl. die erste Anmerkung. 18) Primator Saudek Jakob als Monatshalter erklärte z. B., laut M.-B. Nr. 104, bei einer strittigen Schuldforderung: da die Sache in Din Thora (biblisch-talmudisches Recht) einschlägt, der Rabbiner aber gegenwärtig verreist sei, wird die Austragung des Prozesses bis zu seiner Heimkehr verschoben. 19) Scherer J. im Österreich. Staatswörterbuch unter voce Juden (Böhmen), II. Bd. S. 318. 20) Sie ist von Simon Leipen „Landt Jüdischer Schreiber'1 geschrieben und von Josef Levi Ausch (Hock-Kaufmann, Die Familien Prags, Preßburg 1892 [= H.-K.] S. 7), Isak Tabor, Moyses Abraham Leitomischl, Löb Jechiel Äfichel Levito, Schmul Meier Weil unterschrieben. Die hier angeführten Aktea befinden sich im Archiv d. M. J. 21) Zwei Älteste Landdeputierte (Rosche Medinoh Häupter oder Spitzen des Landes), fünf gemeine Landdeputierte (Tube Medinoh die Besten des Landes) und drei Beisitzer, „welche Raittungsrevidierer sein sollen" (Roe Cheschbonim — Revidenten).

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.