Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 1 (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 33)
- Language
- German
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28 35) „Die ältesten Nachrichten über die Juden in Halle'1 (Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums Band 57 (= 1913) p. 32—43. und daraus wiederholt in „Germania Judaica" p. 125—126. 3Ä) A. a. 0. p. 38.41. 87) Oder vielmehr Groß (Gallia Judaica p. 435) der zuerst den im Schreiben Chiskijas genannten Ort mit Halle indentifiziert hat. 38) Graetz (a. a. 0. 62, 401 N. 1) hielt für den Ort Sully in Frankreich (Dep. Eure), ebenso der Herausgeber des Berichtes Ephraims (Quellen 2, 194 N. 36). i Dagegen hat Groß (Gallia Jud. p. 434) eingewendet, daß von einer jüdischen Ansiedlung in Sully nichts bekannt sei, und hat sich für Halle ausgesprochen. Seiner Ansicht folgt Tykocinski. Die Frage hängt mit einer anderen, die ebenfalls noch ungelöst ist, zusammen: wie die im Berichte Ephraims vorkommenden NamenrPH und ]£DJH(7 (örtlichkeiten, in denen ebenfalls Judenverfolgungen stattgefunden hatten) zu deuten sind. Graetz sieht in ihnen ebenfalls Ortschaften in Frankreich (Harn und Carentan), dagegen Groß die Namen von zwei Ländern, nämlich Böhmen und Kärnten. Nach seiner Erklärung würde also der Bericht Ephraims (in drei unmittelbar aufeinanderfolgenden Absätzen) von Judenverfolgungen in Böhmen, Halle und Kärnten handeln. Auch dieser Ansicht hat sich Tykocinski angeschlossen (Germania Judaica p. 30.140 s. v. „Böhmen", „Kärnten"). 39) Vgl. die unten folgenden Bemerkungen über die 500 kriegsgeübten Juden von „Schel." 40) Worte von Aronius (vgl. Anmerkung nr. 28), denen ich ganz zustimme. 41) Neufeld (Die Halle'sehen Juden im Mittelalter, Straßburger Dissertation 1915) p. 17—18 glaubt, aus einem Berichte des Johann Busch (2. Hälfte des 15. Jahrhunderts) über jüdische Grabsteine in Halle schließen zu können, daß schon im 10. Jahrhundert Juden in Halle ansässig waren. Ich kann mich seinen Ausführungen nicht anschließen. *2) R. Abigedor ben Elia ha Kohen des 13. Jahrhunderts (Germ. Jud. p. 128), von einem zweiten, R. Elieser ben Jakob, kann Tykocinski nur sagen, es lasse sich vermuten, daß er vielleicht dort (in Halle) gelebt habe. *3) Vgl. Tykocinski in „Germania Judaica" p. 37—39 und in der „Monatsschrift" 53 (= 1909) p. 350-£2, 593—603. 44) Die Zahlenangaben im Berichte Salomos sind (ebenso wie bei anderen mittelalterlichen Quellen) mit Vorsicht aufzunehmen. 45) Bischöfe und Erzbischöfe werden von Salomo durchwegs p^^H (hegemonim) genannt und von weltlichen Fürsten O^lßy (sarim) genau unterschieden, vgl. p. 3, Z. 2 und 20 von oben, p. 2, Z. 9 und 11 von oben, p. 3, Z. 3, 7, 10 von oben, p. 5, Z. 8 und 5 von unten, usw. 48) Nämlich, daß gerade für Halle alle Zeugnisse, jüdische und nicht jüdische, die den Bestand einer großen jüdischen Gemeinde erweisen könnten, verloren gegangen sind, und daß nur der Erzbischof von Magdeburg, aber kein anderer Erzbischof oder Bischof, in dem Bericht Salomos den Titel „sar" ei halten hat. «) p. XVII—XXIV. p. 167—168. *•) p. 131. 50) Vgl. Anmerkung nr. 29.