Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 1 (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 19)
- Language
- German
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14 Handschrift sind an die Stelle von anderen Worten, die in den älteren Handschriften standen, getreten. Und nun verschwindet das Dunkel, das über diesen fatalen Namen lag. Die Form „Weschel" findet sich in dem Berichte ein einziges Mal, in dem Satze, der schon oben (S. 7) mitgeteilt worden ist „und wie die Feinde ihres Herzens Tücken an diesen Gemeinden (nämlich Worms, Speier, Mainz usw.) ausgeführt haben, so haben sie auch in anderen Gemeinden gehandelt: in der Stadt Trier, in Metz, in Regensburg, und in Prag und in Weschel und in Böhmen." O^riDSI ^t^lD* ubepraga ubeweschel ubebeheim" steht in der Handschrift von 1453. Was heißt das? Das Rätsel ist von P r o f. S. H. L i e b e n gelöst worden, er hat durch eine glänzende Konjektur den verderbten Text gereinigt. statt o^rosi Si^gi ist zu lesen CPHD /DDT ubekol beheim. Dann lautet die Stelle „und wie die Feinde etc., so haben sie auch gehandelt in der Stadt Trier, in Metz, in Regensburg und in Prag undinganzBöhme n." Damit sind alle Schwierigkeiten beseitigt,61) wir gewinnen einen klaren Text, allerdings läßt sich nicht mit Sicherheit sagen, ob die Worte „und in ganz Böhmen" Zusatz eines späteren Kopisten sind, oder ob sie schon im Originalbericht Salomo's gestanden haben.62) Wie konnte aus „ubekol beheim" das in der Handschrift von 1453 stehende „ubeweschel ubebeheim" werden? Hier müssen wir eine allmähliche Verschlechterung durch Schreib- oder Lesefehler oder Versuche von Schreibern, solche Fehler zu verbessern, annehmen. Damit ist auch für die Erklärung von „Schel" der Weg vorgezeichnet. Denn die Korrektur „. . . so haben sie auch gehandelt in Trier, Metz, Regensburg und in Prag (und in ganz Böhmen)" zeigt auf das deutlichste, daß der Text in der Handschrift von 1453 verunstaltet ist, indem nach einander die Verfolgungen in Trier, Metz, Regensburg und „Sehe 1" erzählt werden, aber nicht die Verfolgungen in Prag, „ubeweschel ubebeheim" konnte als Ergebnis von Kopistenfehlern erklärt werden. In ähnlicher Weise wird auch „Schel" zu erklären sein. Es findet sich in dem Abschnitte vom Sieg der Juden über die Kreuzfahrer (der oben S. 6 mitgeteilt worden ist) durchwegs gebraucht, d. h. dreimal, dagegen TÄrd Prag in diesem Abschnitte nicht ein einziges Mal genannt, und doch muß überall, wo in unserer Handschrift „Schel" steht, „Prag" gesetzt werden. Können wir für eine so starke Korrektur einen Übergang, eine Zwischenstufe finden? Wenn wir die beiden Worte in der Form, wie sie in unserem Berichte erscheinen, vergleichen «r© *w