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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1904-01-01 · 2 (1904) Heft XIV · p. Seite 89

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1904
Issue
2 (1904) Heft XIV
Date
1904-01-01
Page
Seite 89 (sequence 89)
Language
German
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89 habhdolo gemacht (den Sabbat beschlossen), da ligt die behemo (Vieh) schon gebunden geschacht un’ geschunden, un’ warten nit, biCdas die schul iC ous un’jagen den schouchet(Schächter) ous Cajn hous anous .... bifrat (zumal) baj di Ce zajten, daC die ummouth hoaulom (Völker der Welt) durch anander strajten, da geherten mir Gott an zu rufen un’ zu biten das er uns Col var allen beCen behiten. un’ kann ich nit varbaj gejn un’ muC fort faren un’ kajn tint un’ papier sparen un’ muC schrajben vun die wajber baj di Ce jaren. var dieCem baj alle geulouth(Erlösungen) habenmirmeinstlichCekhuth noschim (Verdienst der Frauen) gehat, aber in diCen zajten haben mir vun Cie b‘w"h noch wenig bat un’ reden ach in der schul vil debhorim betelim (Geschwätz), das uns b£w"h noch mer schat mir weren geren zufriden das mir kämen mit sie zugleich ouC, wen Cie nor in die schul frumm wären un’ houCten nit aC kaz mit mouC. Cunst wer vil besser aC die Celbigen bliben drous ous goluth Mizrajim (aegypt. Exil) Cajnen mir wegen ir Cekhuth (Verdienst) der leCt woren, aber izunt fint men in der schul gar wenig die b£w"h ernest oren [beten], es gejn wol schulen ajn tajl un’ haben ire tefillouth (Gebetbücher) unter den arem, aber Cie oren gar wenig drous Gott der barem, es wer nit gut daC chas wescholoum (Gott bewahre!) ale zugleich aCo teten, ich majn die Celbigen, die nit gern beten; ein tajl gen nor schulen. daC da schemuouth (Neuigkeiten) bringen un’ holen, wenn schon ein tajl wolten erenst oren geren, da Cagt die andre: ei tu mir doch majn red zu hören, das oren hat noch zajt iC doch schabboth (Sabbat) hajt, die schul wert gar lang, laCt uns die wajl reden vun unsren geprang, Cunst gefallen der schemuouth b־w"h gar vil on mas un’ on zil, kommt ouch mennich mal der vun zank un’ hader iber den vil reden un’ geplader, un’ wenn mir durch an ander nit Cajn ajnig, wie Col Gott jithborach (gelobt sei Er!) tun das Cajnig? ir libe wajber sajt wisen, das di Ce abhero (Sünde) iC vil greser un’ harber aC escheth isch rezicho un’ kefiro (Ehebruch, Mord u. Gottleugnen) un’ tut uns b£w׳'h in diCen goluth (Exil) gar we aC ale andre abherouth (Sünden) me. — un ir libe chabherim (Genossen) uiv arebhim (Bürgen) ich muC ajch ouch moudia Cajn (mitt eilen) vun di Cer keloloh (Fluch), die da meakkebh (hinderlich) iC b‘w"h die geuloh (Erlösung) un’ das iC ouch ajn makkoh (Plage) iber allen — ich muC es schrajben wen es schon die jenige tut nit gefalen un’ muC anheben ajn abh ha-rachamim (Klagegebet) zu Cingen was mir ous stejn mit mesehorasim (Dienstboten) un’ ouch ander jungen. Cie machen uns ouch das goluth (Exil) arlängen un’ kajn guts in der weit brengen den wen schon ajn tajl vun Cie lang dinen da tuen Cie dar mit niks gewinen nor chato'im ro’im (arge Sünde) abhounouth ufescho'im (Fehl u. Frevel) un’ wert vil beC unter inen var stift ich mag es b;w"h nit brengen in der schrift Cie welen nit frajen dawko (nur) mit gelt e blajbt er vor Cizen. wen es schon kajnem gefällt. dernach hat er grousse eharoto (Reue), daC er iC geworen ajn alter schoute (Narr)

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