Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1904
- Issue
- 1 (1904) Heft XIII
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 59)
- Language
- German
- Belongs to
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— 51 — Bereits aus dem Jahre 1708 stammt die Haknasath kalla- Chebra (Stat. 1781 u. 1823 rev., 1805 [Altona] u. 1826 gedr.), welche ihren Mitgliedern die Töchter aussteuern hilft. Schon 1805 wird bemerkt, dass die Mitgiftsverhältnisse viel schwieriger geworden sind. 1796 stiftete Prof. Gr. Lewsohn zu wöchentlicher Unter- «/ , Stützung armer Greise einen Verein Misch ‘eneth zeqenim, dem er auch 1500 Mk. vererbte. Im Winter 1783 entstand die Gesellschaft zur Lieferung von Feuerung an die isr. Armen, 1766 ein Verein zur Verteilung von Fleisch zu Pesach und Sukkoth. Dem Zweck gegenseitiger Hilfe entsprach wohl auch die Soeherim- Chebra (Kaufmann. Verein), von dem Dibre 223 die Bede ist. Nicht weniger als 77 Legate stammen aus dieser Zeit vor 1812. Unter 500 milden Stiftungen Hamburgs (s. deren Verzeichnis, Hamb. 1898) sind etwa 111 jüdischen Ursprungs, darunter ca. 16 ohne Rücksicht auf das religiöse Bekenntnis. Ueber 400 Legate führt der Hamb.-Alton. Isr. Kalender für 5663 auf. Die Hamburger auf oder von Juden geprägten Medaillen. Zusammengestellt von Albert Wolf, Die frühesten auf Juden bezüglichen Medaillen gehören erst dem zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts an, und ist deren Anzahl daher nur eine sehr kleine. Wenn dieselben auch hier zum ersten Male zusammengestellt wurden, so sind sie doch alle schon von Gaedechens beschrieben worden, und zwar die bis zum Jahre 1875 erschienenen Stücke in dessen ״Hamburgisehe Münzen und Medaillen“ (Hamburg, 1850—1876, 3 Bde.), in so trefflicher und ausführlicher Weise und unter Beibringung so vielen Materials über die Entstehung eines jeden Stückes, dass ich, trotzdem mir samtliehe Medaillen im Originale Vorlagen, bei diesen in der Hauptsache doch nur Gaedechens zu Worte kommen lassen konnte, und nur hier und da einige kleine Anfügungen anzubringen hatte. Für die später erschienen Medaillen aber, die Gaedechens Nachträge (in den ״Mitteilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte“, III.—XV. Jahrg., 1880—1892) leider nur kurz beschreiben, konnte ich, wenigstens für einige derselben, mir freundlichst durch die Herren Dr. M. Grunwald, Dr. J. Heckscher und E. v. Krakau zur Verfügung gestellte Mitteilungen benutzen. 1836. Medaille auf Gabriel Riesser (Ob er^erichts- Rat und Vize-Präsident des Frankfurter Parlaments. 1806—1863). [Abbildung I]. Schauseite: Von einer Strahlenglone umgeben, sitzt eine, die Liebe personifizierende Mutter, die an ihren Brüsten 2 Kinder nährt, auf einem Thron. Vor ihr, zu beiden Seiten, 2 weibliche Gestalten, von denen die zur Linken , /