Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1904
- Issue
- 1 (1904) Heft XIII
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 52 (sequence 60)
- Language
- German
- Belongs to
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52 das Christentum personifizirend, in sitzender Stellung dargestellt ist, die Krone auf dem Haupt, das Szepter im linken Arm ruhend, der auf die Evangelien und Brief und Siegel aufgestützt, die wiederum auf einem das Kreuz zeigenden Sockel ruhen. Die Gestalt zur Rechten, das Judentum darstellend, kniet gefesselt, die Rechte auf die Gesetztafeln airfstützend, mit der Rechten auf ihre Schwester deutend, und wendet das Gesicht klagend der Liebe zu. Umschrift: HABEN WIR NICHT ALLE EINEN VATER HAT UNS NICHT EIN GOTT ERSCHAFFEN. Im Abschnitt: MALEACHI II. X. Am Grunde die Namen der Verfertiger: G. LOOS DIR. — L. HELD FEC. Rückseite: Inschrift in 6 ZeflenTEEM STREITER | FÜR RECHT UND FREIHEIT | DR. GABRIEL RIESSER | SEINE HAMBURGISCHEN GLAUBENS- GENOSSEN |MDCCCXXXVI. Dm. 6Q mm. Zur Ausführung dieser Medaille hatte sich, nachdem bekannt geworden, dass Riesser Hamburg verlassen wollte, im Jahre 1835, in Hamburg ein siebengliedriges Komitee gebildet, welches dort und in Altona Beiträge hierzu einsammelte. Am 27 April 1836 wurde die in Gold geprägte Medaille Riesser in Anwesenheit seiner Familie und eines zählreichen Publikums von dem Komitee, zugleich mit der Liste der Beitragenden, unter einer Ansprache des Komiteemitgliedes Dr. med. Hahn feierlich überreicht. Diese Anspräche liegt gedruckt vor, unter dem Titel: ״Worte, gerichtet an Dr. Gabriel Riesser, bei Ueberreichung der ihm zu Ehren geprägten Denkmünze. Hamburg, den 27. April 18368 .״ S. 8°. Den Ent״ wurf zu dieser Denkmünze lieferte Prof. Mor. Oppenheim (Riesser's Ges. Schriften I, S. 164). Nach dem Katalog von Loos (I. Anhang 1837, S. 6) war das Stück bei ihm auf Bestellung verkäuflich, in Gold 40 Friedrichsdor, in Silber 12 Thaler, in Neugold 3 Thaler und in Bronze 2 Thaler. Die Medaille kommt übrigens auch in Zinn vor (eig. Sammlung). — Geiger, Zeitschrift für jüd. Theologie II, S. 595ff. — GaedechensI, S. 256f. No. 17. 1841. Medaille auf das 25jährige Bestehen des Israelitischen Vorschuss -Instituts lHj.^ *~=־־ss~~SchauseTteTTjin von Bienen uihschwärmter Bienenkorb (das der Patriotischen Gesellschaft entlehnte Siegel der Anstalt, als Bild der Thätigkeit zum eigenen und gemeinnützigen Erwerbe, welche das Institut durch seine Unterstützung fördert). Umschrift: ISRAELIT: VORSCHUSS-INSTITUT IN HAMBURG. In einem äusseren Kreise steht: THUE IHM DEINE HAND AUF UND LEIHE IHM SO VIEL ER BEDARF. 5. B. M. 15. 8. (Die Aufgäbe bezeichnend, welche sich das Institut gestellt). Rückseite: Inschrift in 3 Zeilen: ZUM j 25JAHR. JUBILÄUM | 1841. | Umschrift in einem Kreis: EINER HALF DEM ANßFRN UND