Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1904
- Issue
- 1 (1904) Heft XIII
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 55)
- Language
- German
- Belongs to
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47 Ablauf von dreimal 24 Stunden naeh erfolgtem Ableben beerdigt werden. Etwa seit der Mitte des 18. Jahrh.’s besteht eine Men ach ein abelim-Chebra, welche nach dem Tode eines ihrer Mitglieder Psalmen lesen und während der Trauerwoche, in der sie ihre Mitglieder mit 3 Mk. unterstützt, den Plausgottesdienst abhalten lässt. Ein Verein Mischmoroth — Chebra in der Neustadt (vgl. ״Thaqanoth der Chebra debiqqur cholim umischmoroth de — Hambürg“, Altona 1826), welcher wohl schon zu Beginn des 18. Jahrh.’s bestanden hat, besorgt die Krankenpflege, verrichtet die vor und nach der Beerdigung üblichen Gebete und unterstützt seine Mitglieder in der ersten Trauerwoche. Der Verein Ivelilath jofi (gedr. Statuten Altona 1825) verlost jedes Jahr zum Besten seiner Mitglieder 210 Mk., ein anderer, Agudda jesehara (Stat. Altona 1830), 1780 begründet, zahlte bis 1838 Krankengelder, seitdem Mieteunterstützungen. Beide widmen sich auch der Waisenpflege. Die Tsorkhe qebura-Chebra, 1830 erneuert (Stat. Altona 1840), und die Chebra qadischa gemiluth chasadim (Stat. Alt. 1825) leisten Beihilfe zu den Beerdigungskosten. Ag. jeschara und Gern, chasadim statten auch Bräute aus. Wie fast sämtliche Gemeindeinstitute sind auch die Schulen aus Stiftungen 1804 hervorgegangen, erbi eit die T a 1 m u d thora der Hamb, ein eigenes Schulhaus, eine Stiftung Alton. Gemeinde in Michel Lemaids und von Tsebi Hirsch Samoscz Kosten Sam. b. Elia War- Is. Mos. Euben’s. Die Statuten, 1806 approbiert und auf Veranlassung und (Darke no‘am, Altona 1808), bestimmen u. a.: der Talm. th. werden dafür sorgen, jederzeit ein bürg s gedruckt O ״(Die Vorsteher bequemes, g nach seinem (Lehrer) und den Nahmen haben.Ci Sie geräumiges und & Lokal gesundes Haus anzuschaffen, auch seiner Lage als welches nach für innerlichen Kinder gesund und passend ist. Dieses Hans soll ״Beth ha-midrasch le־thinuqoth schel beth rabbair* sorgen auch dafür, dass ein geräumiger Hof oder Vorplatz den Kindern in den Pausen Erholung biete. Die Zahl der aufzunehmenden Schüler wird 1808 von 60 auf 70 erhöht, 15 werden ausserdem ausserhalb dieser Schule unterrichtet. Ein Kind, welches noch nicht hebräisch lesen kann, wird nicht aufgenommen, sondern erst einem Elementarlehrer zur Vorbereitung überwiesen. Jeden Wochentag erhalten Lehrer und Schüler in der Schule freien Mittagstisch. Statt der bisherigen 2 Talmud- und 2 Miqra [Hlge. Schriftj-Lehrer werden für jenes Fach 4, für dieses 3 bestellt. Von jenen unterrichtet jeder 10, von diesen jeder 20 Kinder. Ausserdem werden die Schüler nach Handbüchern, wie ״Orechoth tsaddiqim“, ״Menorath ha-ma’or” u. ähnl. in Moral unterwiesen. Der Schuldiener visitiert in der ersten Unterrichtsstunde, ob ein Kind fehlt. In diesem Fall muss er