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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1903-01-01 · 2 (1903) Heft XII · p. Seite 118

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1903
Issue
2 (1903) Heft XII
Date
1903-01-01
Page
Seite 118 (sequence 121)
Language
German
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118 Zion und Massoret Hab ent. sowie in seinen Büeherempfehlungen (Haskamot) nur als .,in Hamb, wohnhaft“, nicht als dortiger Rabbiner. Auch R. Lühel in Wandsb. war kein Rabbiner, weil ja in dem Kontrakt von 1.674 (22. Tarn. 435) dem R. Ilillel von den Wandsb. mindestens 50 5[. Lübisch bewilligt wird und fünf Kontribuenten aus Wandsb. sich an den OR.-Wahlen beteiligen. Eine Kopie dieser Eingabe Eyb/s begleitet die Hamb. Behörde mit folgenden Bemerkungen: ,,Die Uebersetzung ist in einigen Stücken falsch.“ Die Juden unter kgl. Schutz sind .,mit der unter privativem Hamburgischen Schutz stehenden Judenschaft nicht verbunden.“ Letztere gehört nicht mit zum kgl. Schutz; denn 1. kontribuiert sie nichts zu den Sehutzgeldern, 2. stehen ihre Aeltesten nicht im kgl. Schutz und Eid, 3. hat sie keinen Anteil an der Altonaer Synagoge, 4. auch nicht an den dänischen Privilegien. 5. Die Privatkonvention über die gemeinsame Armenkasse für Fremde ist ohne Belang. 6. die Gemeinsamkeit des ORabbinates ist unter dem ehemaligen Vorsteher Abr. Rothschild zustandegekommen, beruht aber nur auf jedesmaliger Uebereinkunft. Ueberhaupt ist die Verbindung der drei Gemeinden keine perpetuelle, so sind z. B. die Wandsbeker nicht die Verpflichtungen eingegangen, das Fremdenkrankenhaus zu unterhalten. Die Absetzung eines OE.s ist durchaus nichts Neues. Das zeigt das Beispiel des OR ’s Hose Lemberg in Berlin, jetzt Landesrabb. von Mähren. Am 29. Okt. beschweren sich die .. Aeltesten der dän. Schutzjuden zu Alt. u. Hamb.״ Jac. Meyer, Gottsch. Levi. Marc. Sam. Heckscher, Dav. Is. Wallach, Jos. Is. Getting. Hirschei Lazarus. Amsel Oppenhebner, Wulf Abr. v. Halle, Jos. Bärtig Popert beim Könige, sie würden mit Unrecht beschuldigt nicht nur wegen der Amulette, sondern auch ,.wegen etlichen unter des OR’s Eyb. Kähmen herumgegangener Manuscripten worinen lauter epicurische und Spinösische J Lehrsätze und wieder alle Religion laufende Gedanken von Gott und den Gottliehen Wesen enthalten.“ Durch die Gemeinschaft mit Eyb. seien sie selbst in den Bann geraten und dadurch vom Handel mit anderen Gemeinden abgeschnitten. Sie hätten sich an die vornehmsten OR. mit der Bitte gewandt, sie aus dem Bann zu erlösen. Eyb. lüge, wenn er beverlustig gehen (s. ob.). Indessen stirbt T. nach Ausweis seines Grabsteins in Ottensen schon am 14. Kisl. 460 (1669). Nach seinem Tode giebt sein Sohn Meier T.’s Werke Massoret ha-berit (Hamb.) 1705 und Schalare Zijon (Hamb.) 1715 heraus. Im Vorwort zu Sch. Z. wird T. nachgerühmt, er habe streng auf Anstand im Gotteshaus gehalten. Die Drucklegung empfahl der damals in Wilna weilende Posener Rabbiner Isak sowie Abr. Sam. Kaidenower. Ezech Katzenellenbogen hat das Buch approbiert. — Selbst die Hamb. Behörde wandte sich in Fragen, welche die Juden betrafen, nach Frankf. um Auskunft, so 1595 u. 1744 ff. (vgl. Z. f. d. Gesch. d. Jud. i. Deutschi. I 191 fj. 1j Eyb. war allerdings auch in der philos. Litteratur bewandert und erwähnt gelegentlich die Cartosianer. Schon aus diesem Grunde musste er Emden, dessen Vater einst das bekannte Gutachten über David Nietos Spinozismus abgegeben hatte, autipathisch sein. Emden spricht sogar in seinem heftigen Ausfall gegen die Philosophie, welche das grösste Unheil, die Vertreibung von der pyrenäischen Halbinsel wie die Verfolgungen in der Ukraine, verursacht habe, von einem zeitgenössischen philosophischen ,.Verführer“ (c. 1747 in s. Gebetbuch Th II 76aj.

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