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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1903-01-01 · 2 (1903) Heft XII · p. Seite 117

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1903
Issue
2 (1903) Heft XII
Date
1903-01-01
Page
Seite 117 (sequence 120)
Language
German
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117 Sie wollen nur irgend einen bekannten deutschen Rabbiner oder den Nachfolger des Lissaer OR.'s gelten lassen. Seine Kündigung bar man auch nach auswärts versandt; ..denn bey uns Juden dieses fast für eine solche Schande gehalten wird; als wenn einer durch den Scharfrichter puhliciret wird und ich keine 20000 Rtlr. vor diese Schande genommen hätte, auch in vielen Seculis solches auf den Teutschen Boden unter denen Juden nicht erhöret worden.‘־ Der König möge ihn doch gegen die Hamburger Behörden in Schutz nehmen. Eyb. bemerkt ferner in einer Eingabe an den Oberpräsidenten gegen die Aeltesten über das Alter des Rabbinates der Dreigem.: Hillel b. Xaphtali war OK. aller drei Gemeinden; denn auf dem Titelblatt, in der Vorrede und an verschiedenen Stellen seines Werkes Bet Hillel nennt er sich OK. von Hamb, und Altona, ebenso in der Promotion (Hattarah) für einen Pincus Seligmann vom 2-1. Teb. 440 (1679). Die Einigungsurkunde zwischen der Altonaer und Wandsbeker Gemeinde 1674 hat er als OK. von Alt. und Wandsb unterschrieben. K. David aus Posen1) bezeichnet sich in seinen Schriften Scheara 0 T. war nach seiner Autobiographie in der Vorrede zu seiner Ausgabe des Ma'amar ha-cluunischi von Men. Azarjci aus Fano, Hamb. 1666, als einer der Posener Exulanten Neujahr 0417 (1657) nach Hamb, gekommen. Kr nennt als seinen Grossvater von Vaters Seite Jehuda beb. als seinen hehrer seinen Vater Benj. AVolf. Seine Mutter Sarke war die Tochter des OlL's Xaft. Herz, des Sohnes des grossen Lemberger Predigers 1s. Darschan and Enkels des Abr. Herzkes, der zu den Posener Exulanten gehörte. Seit seiner Vermählung bis zum Tode seines Schwiegervaters, des Arztes Barnkh in Posen, hatte er hei diesem gewohnt. Alsdann aus Posen flüchtig, wendet er sich nach Hamb., .,der Stadt voll gelehrter portug. wie deutscher .laden•־ und kehrt׳ für einige Tage hei dem Gern.-Vorst. Natan b. Mose ein, der ihm zuredet, in Hamb, zu bleiben, bis es in Polen wieder ruhig geworden. T. nndet. hei Jac. Beuveniste, der ilim seine handschriftlichen Schätze zeigt, die Azarja- Handschrift, welche Benv. aus •Italien mitgebracht hatte. Ben.'s Lehrer hatte sie nach einer Kopie seines Lehrers, eines Sohnes des Autors, abgeschrieben und Tebele schreibt sie in deutsche Charaktere um. Die genaue Eeberein- Stimmung mit dem Original bezeugen ihm die Hahamim. Is. Jesurnn und Mose Israel. T. hatte sich von dem Frankf. OK. Alen. Mendel b. Is. b. Abigedur eine Approbation erbeten, die dieser ihm ausnahmsweise erteilt, da beschlossen worden war, kein Buch ohne die Erlaubnis der Majorität aller deutschen Grössen drucken zu lassen. Daraufhin versagen ihm jene beiden Hahamim ihre Approbation, da sie hinter der des Frankf. Rabbiners ja doch wertlos sei. Sie verschaffen ihm aber Geld zur Deckung der Druckkosten. Als seine Gönner preist T. noch den Vorst. Elia Gas und Elia b. Mose Josef Balin (s. Kaufmann, Memoiren d. Glückei von Hameln, lud.). T. wollte auch einen kleinen Band Predigten drucken lassen. Die von Gaster auf dem X1IL intern. Orient-Kongress besprochene Ausgabe des Pentat.’s mit Targum Onkelos in 12°. Hamb.• 1663, deren Herausgeber sich David nennt, ist wahrscheinlich unserem T. zuzuschreiben. Sie ist nach einer Amsterdamer Vorlage ־auf Kosten eines anonymen Mäcens bei S. Pebenlin gedruckt worden, ln dem Protokollbuch der Hamb. Port.-Gern. (Grunwald, Portugiesengräber 41) wird T. 1659 als Rabbi der unter dem Protektorat des Portugiesen stehenden Tudescos genannt. 1669 entscheidet der aus Frankfurt zum Schiedsrichter berufene OIL Abr. Sam. Kaidenower einen Streit zwischen der Hamburger und Altonaer Gemeinde dahin, dass sich erster© dem Alton. OLL zu unterstellen habe. Ihr Rabbiner Tebele solle nach Ablauf de)־ nächsten zwei Jahre seines Amtes

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