Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1903
- Issue
- 2 (1903) Heft XII
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 115 (sequence 118)
- Language
- German
- Belongs to
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115 einen Bet'elil erteilt, den sie auch in Altona bekannt zu ״eben bittet, nämlich den Befehl, ,,des dortigen ()R. s, da die «Jahre, aut* welche■ anfangs er von derselben [Hamb. Gemeinde] angenommen, ohnehin abgelaufen, sich zu entschlagen und mit demselben als t >R von nun an nichts im Geringsten zu thmi zu haben״. Mos. Ahron lasst auch sogleich Evb. notariell die Kündigung überbringen. Die Notare berichten hierüber: ,.Montag, den 20. Aug., Morgens frühe um 7 Uhr verfügten wir Undesbenannte Notariell dieser Stadt uns auf Requisition des Hamb. Juden Hitesten Moses Aron nach seinem in Hamburg in der Peter Strasse belegenen Hause, und nachdem wir alda angelanget, so überreichte uns derselbe zwoy Exemplare in hehr. Sprache, wovon wir eines dem OR. Jon. Eyb. in Altona insinuiren und das zweyte ad protocollum legen sollten: welches Document nach der uns dabey behandigten Translation in deutscher S}n*ache folgendermassen lauten sollte: als . . Kraft dieses wird dem OR. Jon. Eyb. seines ORabbinische Amt. so er bey Unsere Hamb. Judengemeine gehabt, aufgekündigt״. Um 8 Uhr etwa überreichen sie es Eyb. ..Als er es auf Deutsch durchgelesen und solches mit unserer Uebersetzung übereinkam, so weigerte er siel!, das Document anzunehmen und drohte sogar, es zum Fenster hinaus zu werfen, weil es nur von Moses Aron unterschrieben sev und die Hamb. Gemeine von allem nichts wisse. Endlich nahm er es zu sich und dictirte uns in die Feder: Fs wäre ganz falsch. Kündigung würde er gehörigen Orts zu finden wissen. Die Hamb. Gemeine wisst' nichts o o davon, nur Mos. Aron habe unterschrieben1־. In der That erklären Sim. Debanque (auch R. Simle genannt) und Flias < )ppenheimer. ersterer etliche 20, letzterer ״wenigstens 28 «Jahre1־ Vorsteher, als sie am 7. Nov. auf Requisition Eyb.’s notariell vernommen werden, Ahron habe eigenmächtig gehandelt. Dell), zeigt eine hebr. Urkunde über das Verhältnis רז ס רז zwischen den 3 Gemeinden vor und erklärt, anssei* einem Aeltesten und einem Beisitzer, die noch vor einem Jahr Eyb. s Freunde w aren, seien die Wandsbeker mit ihm ganz zufrieden. Am 10. Aug. war es vor dem Oberpraes. zu einem ('ompromiss zwischen Eyb. und den Alton. Judenältesten und Beisitzern1) gekommen. Eyb. hatte sich am 13. Nisan dem Urteil der OR. von Flogen und Lissa unterwerfen wollen. Letzterer war aber inzwischen gestorben. Als nun die Frist abgelaufen und Hyb. seinem Versprechen nicht naehgekommen war. erhielt er!am 13. Ah) die Kündigung. Fr schickte sogleich seinen Schwiegersohn R. Isak zu den Aeltesten, er habe geglaubt, mit dem Tode des einen Schiedsrichters sei ..das (,ompromiss aufgehoben״. Die Aeltesten wussten nichts von der Kündigung. Statt des Lissaer * >11.'s wird mm sein Nachfolger Abba zum (,ompromissarius bestimmt. Abu־ diesen Schiedsrichtern soll Hyb. innerhalb vier Wochen seine Sache anbringen. Falls sie in dieser Zeit das Urteil nicht killen wollen oder können, so solle er sich dies von ihnen bescheinigen lassen. Stirbt einer der Schiedsrichter, so ist innerhalb vier Wochen ein anderer zu wählen. Verstösst Evb. gegen eine dieser Bedingungen, so verzichtet er. damit 0 Jae. Meyer. Gotisch, Levi, M. 8. lleckschor, Ihiv. Js. Wallach, •los. Js. Getting. Hirsch Lazarus. Amsel Oppenheimer. Dias Jos. Holländer für sich und im Namen der abwesenden Beisitzer Wolf Ahr. von Hallo und Jos.!!artig I’onert.