Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1903
- Issue
- 2 (1903) Heft XII
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 109 (sequence 112)
- Language
- German
- Belongs to
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109 Gelehrte soll erteilet haben, eigentlich bestehe? Welche Explikation der OE zugleich in Hebräischer Sprache nebst der Deutschen Uebersetzung an mich einzuliefern hat. 6) Warum Jos. Sim. Levy Junior, welcher das Amulet Sub Nr. 1 ad Lit. L von dessen einhaber überkommen und solches dem Einder Eabbiner Jacob Herscliel zur Auflösung communiciret hatte, dem OE öffentlich Abbitte in der Synagoge tliun müssen und noch dazu deswegen mit dem Banne, beleget worden? 7) Ob nicht letzgedahter Jacob Herscliel, weil er <11ן. Amulet in originali auszuliefern sich geweigert, von allen Consortio von den drei Gemeinen ausgeschlossen und ihm dabey anbefohlen worden, sich bey Strafe des Bannes inerhalb 6 Monathen von hier weg zu begeben und mitlerweille das ihm allergnädigst verliehene Privilegium der Druckerey nicht zu exerciren? 8) Warum die so genandte Publicationes ohne genähmigung samtlicher Aeltesten verrichtet worden, da doch solcher Consens zur valinitet eines solchen Bannes Befehl unumgänglich erfodert wird? 9) Warum vermöge der dritten Publication alle von dem OE. ausgegebene Amuleten niemand vorgezeiget, sondern also bald verbrannet werden sollen5 da es doch nach den Jüdischen Gesetzen scharf verboten ist. heilige Schriften, welche ein Israelit mit Beobachtung der Urväterliehen Gebräuche geschrieben, zu verbrennen? 10) Warum er eine strafbare Complotirung veranlasset, w<»rinnen die unterschriebene sich verbunden, die Ehre des OB.’s mit Leib und Leben wieder alle Obrigkeit zu mainteniren und seine Gegener aufs äusserste mit androhung aller Schmach und Strafe zu verfolgen? 11) Warum er nach dem Vorschlag des Frankf. Babbiners laut anlage Sub Lit. G sich dem deciso 3 oder 4 unpartheyischer (>B. zu unterwerfen sich beständig gewegert? 12) Warum er in dem aufwieglerischen Circular Schrift Sub Lit. S alle seine Jünger aufgebothen, seine Ehre, die der Göttlichkeit zu vergleichen wäre, zu verfechten, alles nur ersinliche zu wagen, seine Gegner äusserst nur zu verfolgen und zu vertreiben, auch in diesen praesenten Göttlichen Streit niemanden, er sey Klein oder Gross zu verschohnen? 13) Warum er seinen Sohn, der in den Brief Sub Lit. Tl) die heftigste Schmähungen gegen die OE. in Frankf. und Amsterdam wie auch gegen den Aeltesten Gottsch. Levi ausgestossen, solche Injurien erlaubet, da doch in denen Pubiicationen die Beschimpfungen gegen einen Aeltesten und einen jeden, der vorgegangene Sache halber, eben so wohl unter der Strafe des Bannes verboten worden, als die Verläumdungen gegen den OE., zumahl da S. Heckscher seine Unbedachtsamkeit wegen des an seinen Bruder von den Amuleten geschriebenen Briefs kurtz nachhero durch ein Schimpfliche Absetzung biissen müssen. 4) In diesem Brief an den eben erwähnten Lubliner OR. Chajjim Abraham vom 29. Okt. 51 verdächtigt Nathan Eyb. Mos. Ahrons Lebenswandel. Eyb. (Vater) habe in Predigten erklärt, er werde gegen zwei solche Subjekte, wie Herschel und den Amsterd. OR., nichts drucken lassen. Der Vater stehe bei der Regierung in hohen Ehren.