Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1903
- Issue
- 2 (1903) Heft XII
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 96)
- Language
- German
- Belongs to
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״In der ersten Bedienung (in Prag) erzeigte derselbe sich bey den damaligen Böhmischen Kriegsunruhen, so Treulos gegen seine angebohrne Souverainin, dass er, um deren gerechtester Ahndung, nach wiedererobertem Königreich, zu entgehen, bey Nacht und Nebel entweichen musste“. In Metz ״zog ihm sein Geitz und Eigennutz den Widerwillen seiner Gemeine auf den Hals“. Da aber keine ordentliche Korrespondenz zwischen Altona und Metz bestand, habe man von seinen Metzer Yerhältnissen nichts erfahren. Eyb. war kaum [seit etwa Mitte Elul 510 (Sept. 1750)] acht Tage im Amt und hatte soeben (18. Elul) erst seine Antrittspredigt gehalten, als aus Frankfurt a. M. ein Amulet ankam. welches den Namen Sabb. Tsebi’s enthielt und von dem anonymen Absender Eyb. zur Last gelegt wurde1). Eyb. beschied den Gelehrt enLevin Simon Levi aus Altona zu sich und zeigte und deutete ihm ein Amulett, angeb־ lieh eben das aus Frankfurt eingesandte. Der dortige Unterrabbiner Mos. Rapp, ״ein Ignorantund sein geschworener Feind, habe ihm damit einen Possen spielen wollen. Als jedoch Levi seinen Bekannten den Vorgang erzählte, erklärte ein Frankfurter, Jac. Rothfels, das bewusste Amulett habe einen ganz anderen Wortlaut. Er wies auch als Beleg eine Abschrift vor, und mit dieser Abschrift eilte Levi zu Eyb. Er bat ihn, zur Wahrung seiner Ehre ihm schriftlich eine Erklärung dieses Amuletts zu geben und eine Kopie nach Frankf. zu senden, damit Rapp, der ohnehin auch mit dem dortigen ÖR. Josua Falk“) in Feindschaft lebte, gehörig zur Rechenschaft gezogen werde. Eyb. flüchtete sich hinter allerhand Vorwände. Zunächst erklärte \s ״Michael Heine [Heinr. Heines Vetter] im Tempel." Bleistiftskizze 1. Bes. d. Ver.'s f. Hamb. (Jesehichte. 0 Berührt werden in den Akten auch die Beziehungen Eyb ’s zu Neh. Chajon u. Löbele Prossnitz (vgl. GrätzX3 S. 502). '2) Hierüber, sowie über die Ursache der Verstimmung zwischen Falk u. Eyb. s. Auerbach a. a. 0. 198.