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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1903-01-01 · 2 (1903) Heft XII · p. Seite 21

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1903
Issue
2 (1903) Heft XII
Date
1903-01-01
Page
Seite 21 (sequence 24)
Language
German
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21 haltungen stark —, obwohl 10000 Mk. vereinbart sind, auch nur 7000 Mark Schoss. Nach den Gemeindequittungen zahlte vierteljährl. 1730 u. a. Mose Abr. Falk: 79 Mk 2 ß, Rabb. Mordekai Hena 6 Mk. 6 ß, Eisek Lissa 6 Mk. 12 ß, Eisek Gloga 4 Mk., Leb Emden 37 Mk. 14 ß, 1732 Jac. Bachrach 50 Mk., R. Rüben Ginsberg 44 Mk., R. Chajim, der Vorsänger von Wandsbek, 4 Mk., R. Wolf Wahrter 6 Mk. usw. 1733 wird den Juden, damit sie nicht mehr nach Altona und Wandsbek müssen, ein bequemerer Ort, als der derzeitige, vor dem Dammthor zum Friedhof angewiesen. Wer noch nicht im Schutz verband, soll zum Eintritt durch Handschlag verpflichtet werden. Am 22. Apr. wird festgesetzt: ,,1. Moderation des Schosses auf 1000 Mk. Spez. 2. Verstattung der Exekution von Kontribuendis durch das schwarze Brett. 3. Abschaffung des Schutzthalers. 4. Verstattung des Gerichtszwanges oder Restitution der (früher erlegten) 2000 Mk. Banko. 5. Verstattung der Accise auf Consumptibilia und eine gewisse Art Monopol (auf Fleisch und Wein). 6. Erlaubnis, eine Kleiderordnung zu machen. 7. Jeder Jude hat Gewerbefreiheit in dem, ״״was er mit eigner Hand machen kann““, soweit die Privilegien des ״Crahmer-Ampts“ nicht berührt werden. 8. Interimsversiegelung bei Sterbefällen. 9. Abzugsgebühren. 10. Patronage von einem oder zwei Herren aus dem Senat. ״״Zwar sey die Judenschaft kein Ampt, jedoch eine grosse Communität““, in der manches vorfällt, wobei man nicht weiss, wie man sich verhalten soll“. Ein Gutachten hierüber beiden Akten schlägt 7000 Mk. Schoss vor. ״Es ist merklich, dass die Altenauischen Kapitalisten (über 600 Mk.) 1%, die Hamburger und Wandsbeker V2°/0 ad cassam judaeorum zahlen.“ Würde man die Hochdeutschen wie die Portugiesen zu den Abgaben heranziehen, so liesse sich dabei nur gewinnen, da sich unter ihnen verschiedene reiche Kaufleute befinden. Die Altonaer Gemeinde sei ״leider“ die stärkste und reichste, sie zahle an Schoss: Dav. Is. Wallach ... 40 Mk. Amsel Oppenheimer . . 102 ״ Magnus Heiman . . . . 220 ״ Seligman Berend Salomon 544 8 ״ ß. Im Wechselgeschäft, im Handel mit Galanteriewaren und in der Herstellung gewisser Stoffe sind die Juden ״fast gantz Meister“, sie haben ״die Unseren überflügelt“. Früher brauchte man sich um die Juden nicht zu kümmern. Doch ״sie nehmen an Zahl merklich zu. Es ist fast kein Theil des grossen Commercii, der fabriquen, und der täglichen Nahrung, worin sie nicht stark mit eingeflochten sind. Sie sind uns schon ein malum neeessarium geworden.“ Ad. 6) ,,sei überflüssig, da sie selbst propria auctoritate Kleiderordnungen bereits gemacht“. ״Allein es giebt die Erfahrung,

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