Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1902
- Issue
- 2 (1902) Heft X
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 125 (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
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125 Saul, David, Salomo, Jesu1) geprägt, Öeqelfalsa und Münzen zu magischen Kuren, bei Familienanlässen, als Stimmzettel u. s. w. (Levy M. 161 f., Wolf in Mitteil. IV und Y und ״Eingänge44 in den Mitteil.) in Massen hergestellt. Plastische Darstellungen Moses und Ahrons, Portraits auf Medaillen und Bildern .sind nichts Seltenes. Die Wände, ja das ganze Innere und Äussere der Synagogen zeigen Bilderschmuck. Der Kunsttrieb greift schlieslich in das Privathaus hinüber und macht sich auch die Geräte des häuslichen Lebens in weitestem Umfange unterthan.2) So stellt denn die folgende Uebersicht einen ganzen Orbis pictus dar, der sich jedoch in fast allen Punkten erheblich wird ergänzen lassen. Ganz moderne Arbeiten, sowie allbekannte Dar- Stellungen, wie die Bilder der gewöhnlichen Haggadadrucke, sind im Allgemeinen nicht berücksichtigt worden. Der siebenarmige Leuchter und der Davidsschild finden sich, als die eigentlichen jüdischen Symbole und des grösseren Raumes wegen, den ihre Besprechung in Anspruch nimmt, im Jahrb. f. j. Gesch. 1901 noch besonders behandelt. Die einzelnen Gegenstände. A. Grott. HgS Fol. II stellt die Sabbatruhe eine männliche Figur dar, ,.jugendlich unbärtig, völlig vom christlichen Typus abweichend, in langem rotem Gewände mit Kapuze, auf einer Bank unter einem Kleeblattbogen sitzend.1,4 Unserer Ansicht nach ist einfach die symbolische Darstellung des Rühens bezweckt (vgl. Mitteil. IV 103). Hand Gottes. HgS 271: Mose empfängt die Bundestafeln. Die Hand, welche mit der Matsa lind Bitterkraut aus einer gesperrten Pforte herausragt (in der Hamburg. HS bei Kohut 140, 161), bedeutet wohl die aus dem Kerker Aegyptens erlösende Gotteshand oder einfach ein Zeichen des Redens (Kraus II 645), einen Hinweis auf die dargereichten Gegenstände (wie ״maror zu44 im Texte). Die aus den Wolken reichende Hand, so mit einem Lorbeerkranz (bei Grunwald, Portugiesengräber S. 37). mit einem Schwert auf der Sederschüssel im Münchn. Nationalmus., bezeichnet die unmittelbare Einwirkung Gottes (Kraus I 4. II 751). B. Engel, a) I. einfach als junge3) Männer (in einem Bote) 1j Wurde auf den Index gesetzt s. Reusch H., Der Index der verbotenen Bücher, Bonn 1885. 2) lieber jüd. Siegel: Stobbe 38, Hebr. Bibliogr. 1892 S. 37 u. 248 u. die Litt. Mitteil. IV 149. Embleme für Gemeindesiegel empfiehlt d. jüd. Volksbl.!857 S. 260. — Ueber illustr. Ketubbas der indischen Juden s. Rinmann-Schur, Mass'oth Selomo. Wien 1887, S. 156. 159. (Ueber die Sitte, die Ket. ins Grab mitzugeben: Tsehorni, Reisen im Kaukasus 267.) :i) Nach dem Vorbild der Kerubim (C Strauss XI, s. unt. ״Kerubim“‘). בר!ר]ב findet sich in den sab. Eigenn. מעדברב יעמכרב u־ (Mitth. aus d. Kgl. Mus. z. Berlin 1893 S. 67:) ^יכרבאי pbön. (Levy S 28) ^[א oder בן רכ2[ב