Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1902
- Issue
- 2 (1902) Heft X
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 98 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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98 Herodes IV. Akt, 2. Szene 0, in Coinbinationen (tsiruf ,othioth avaypajj.[1aTiL£1v, vgl. Blau 142 und Gematria ypap-jrairsia bei Sachs, Beiträge I, 74), wie Exodus 22. 17 oder d-s-j, s־d־j, j־d־s: M. V 30, in Gematria (1(7od/y)0(a, vgl. bei Kircher, Arithmologia, Rom 1665 p. 158: Ex. IV 13 b־j־d t־s־l־ch 754 j-h-v־s־c h-ms-j־ch u. a. m.): ib. 6, 28, in Abkürzung (ib. 23) bezw. sog. ״Namen“ (ib. 55 f., 68), oder die einzelnen Worte mit Weglassung immer eiues weiteren Buchstaben (ib. 10, 43). Ueber die Art und Weise der Anwendung mantischer Citate ist zu bemerken: sie werden entweder nur gedacht (M. V 37) oder gesprochen bezw. geflüstert (S 10, 29, 31, vgl. M. V 56, 59) über Olivenöl (S 3, 5, 33, 45, 89), Staub (S 7 u. sonst), Wasser (S 7, 20, 37, 69, 119), besonders über geschöpftem Wasser (S 10) oder solchem, welches die Sonne nie gesehen hat (S 29, 84), beim Pflücken eines Krautes ib. 13, über Sesamöl ib. 51, Rosenöl (bei Kayser 6 29 über Rosenöl, 30 Olivenöl, 40 über Wolle und Oel, 57 über einer Messkanne!) ib. 20, 21, Salz 1. c , Weidenzweigen ib. 29, über Blättern einer Palme, die noch nie geblüht hat (ib. 29), über Wein ib. 119 u. s. w., und zwar nur zu gewissen Zeiten (ib. 29, 62. 119, M. V 80), oder endlich geschrieben, sei es auf Papier (M. V 40. 64, daselbst 49: Schreiben auf Menschenschädeln) oder koscheres Pergament (ib. 2•8, 31, 35, 57, 60, 128 u. sonst), Hirschpergament (S 1), auf die Wand (M. V 30), den Reisestab (ib. 34, vgl. Baba b. 73a und Blau 103), auf Brot (M. V 43), Käse (ib. 28), einen Apfel (ib. 25), auf Thon (S 2. M. V 56, 60 und Sefer Raziel bei Wohlstein 13), besonders ein neues (vgl. 2 Reg. II, 20) Thongefäss (S 16, M. V 24, 25), ein Ei (S 119. SZ 30b, M. V 43) oder Kuchen (SZ 30b) u. s. w. M. G. Märchen und Schwänke, in Amerika aus dem Munde russischer Juden aufgezeichnet von Leo Wiener, Cambridge (Boston.) I. Der Nar is kliger yar’n1) Klign.?s amul giwejn'') a Gwir3), ot4) er giät5) draj Sin6), zwej fenen giwejn klige, un einer i7) giwejn a Nar. ,si awegigängn Zajt i der Yuter gischtorbn in ot fi gilost a grojse Jerische8). Die Jerische i basclitänen vin a bisl Gelt, ober vil Rinder. Di zwej klige 0 Sameas . . . . ich sagte just rückwärts den letzten Psalm her . . . — LTeber die Verwandtschaft magischer Formeln mit gewissen Kinderspielen s. M. V 68. Heim 512.