Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1902
- Issue
- 2 (1902) Heft X
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 97 (sequence 18)
- Language
- German
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97 Gebeten, welche die Buchstaben seines Namens variiren, gefeiert. Aehnliche Verehrung geniesst er in der christlichen Kirche und bei den Mohammedanern. Jjob gegen Zahnweh (pseudep.) M. V 47. Boaz gegen Pollutionen ib. 62. Daniel als Engel ib. 32, gegen reissende Tiere ib. 33. Chananja, Misa’el und fAzarja in einer Feuerbeschwörung: Sabbat 67a. Der Satan auf dem Thongefäss bei Wohlstein 16, in Amuleten für die Wochenstube M. I 91. Lilit als identisch mit der Königin von Saba MS 1870 S. 187 ff., als Qelifa ib. 1880 S. 556, Klippe M. V 68. Ein Masculinum Lili und, wie zu Qoraeh und Asmedaj (zu Satan und Isthar bei Wohlsteir. 21), ein Plural Lilijoth: M. V 62. Die Thronwagentiere Ez. I 15 ff. (vgl. Blau 116) zur Wegeskürzung ib. 24. Flussnamen: die Flüsse des Paradieses ib. 69, Qidron: Wohlstein 17, TopMvY)£ in Pap. Paris, bei Blau 119, vgl. Grünwald 114. Der Gebrauch anderer Worte ist selten. Dahin sind höchstens zu zählen: 1. seneh ״Dornbusch״ Ex. III 2 ff. In einer Wunderkur gegen das hitzige Fieber (Sabbath 67a) wird der Dornbusch, weil er vom Feuer fesatha Feuer und Fieber) ergriffen, doch nicht davon verzehrt wurde, neben Chananja, Misa’el und cAzarja angerufen als der Baum, ״auf welchem Gott seine sekhina (Gegenwart) hat ruhen lassen״. Mit der üblichen Verkleidung erscheint wohl in dem magischen s-n־w-j s-n־s־n-w-j : M. V 61. B 82b wird, um in einer Frage die Wahrheit zu finden, ein Dornstrauch beschworen im Namen dessen, der dem Mose im Dornbusch erschienen ist. 2. magen ״Schild״ und amen, ״wahrlich״ (in christl. Amuleten ajjiYjv 99 in Fleckeisens Jahrb. Suppl. 1888 p. 759) werden, — wie bei den Qabbalisten das Tetragrammaton mit ’a-d-n-j zu: j-־h-dw-n-h-j (Blau 135), bei Kircher, Arithmologia 164: h־־l mit M-v־h zu v-h-'-M-l-h, auf einer magischen Davidmünze der Sammlung Alb. Wolf das Tetragr. und j-s-v zu j-v-h־s־v-v-h —, so mit anderen Worten, ja unter einander gemengt, dass je einer ihrer drei Buchstaben den Anfang eines magischen Wortes bildet, so in n| jqds] m[jqdsl g[jqds] (M. V 50) und 5[gn] m[gn] n[gn] (ib. vgl. 38). Ihr Schlussbuchstabe dient als Schlussbuchstabe in den Namen der guten Engel (ib. 61). 3. ’ezel 1. Sam. 20, 19 (wohl 97, 11: ’0[r| z[arua] l[atsadiq] findet sich M. V 55. Zitiert werden die Verse oder Worte einmal, zweimal (M. V 32), dreimal (ib. 23, 65), viermal (ib. 34, vgl. Kayser: 6 32 fünfmal zu lesen u. s. w.), siebenmal (ib. 31) oder neunmal (ib. 80), und zwar vorwärts oder rückwärts (S 91) oder vorwärts und rückwärts wie Genes. XLIX 18 (vgl. M. V 65, 68 und Hebbels