Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1902
- Issue
- 2 (1902) Heft X
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 96 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2642950-2642963-2642965--0904-2643837- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
96 exi foras.) Die Schlange in Ofiel und Samiel bei Schwab, Samiel neben Serafiel (M. V 21, vgl. ib. 52 und Steinschneider, Pseudepigr. Litter. 36), Targ. jerus. zu Gen III 6: Schlange Samael und Jalqut chadas: Schlange Sainael Satan (Hamburger, RealencykL II s. v. Samael). Zu der Figur, welche in einen Schlangenleib ausläuft, auf Abraxasgemmen mit jüdischer Legende vgl. Sefer chasidim (Lemberg) § 1166: ״Die Schlange ging auf zwei Füssen und hatte teilweise menschliche Gestalt“. Von einem Schlangenkult ist auch Midras 1\ Ex II, 4 die Rede. Drachen auf Amuleten: Aboda Z. 42b f., vgl. Sachs, Beiträge II, 116, Friedländer M., Der vorschristliche jüdische Gnosticismus, Gott. 1898, und Ders., Der Antichrist, Gott. 1901, passim. Chanokh (vgl. Steinschneider, Pseudep. Lit. 53 u. s., Harkavy, Responsen 344) für gute Geschäfte: SZ 22. Abraham, Isak und Jakob in Amuletten für die Wochenstube: M. I 91. Die Engel, welche die Männer von Sodom bestraften, gegen Feinde: A 68b. Sara, Rebekka, Rahel und Leah desgl. Jehuda überliefert ein vom Engel Mikhael erhaltenes Mittel gegen Schwerthieb den Hasmonäern: B 40b. Josef gegen Pollutionen (vgl. Blau 155) M. V 62, gegen den bösen Blick (vgl. Berakhot 55b) wendet sich das Taslikh in Anlehnung an Gen. XLIX, 22, wo ajn als ״Quelle“ und ״Auge“ gilt. Mose gegen Feuer (nach Ex. ,XI, 8) M. V 58 f., Schwergeburt (Num. XI, 2) ib. 10, Brand: ib. 48, Kopfzerbrechen (pseudepigr.) ib. 66, überMoses Lehrer s. ib. 24. Qorach (Qorchin böse Geister) M. V 17. Josua hilft den Kopf öffnen (pseudep.) ib. 66, empfängt von Mose ein Rezept: A 55b. David s. Davidsschild im Jahrbuch für jüd. Gesell. 1901. Do eg s. u. Achitofel, vgl. Misnah Sanh. X, 2. Achitofel als Verfasser eines Losbuches: Hebr. Bibliogr. VI 120 ff., Seitenstück zu Bileam und eine Art Mephisto: Steinschneider (Pseudepigr. Litt. 80 fg.). Absalom bei Anfertigung vonWünschelruten: M. V 80. Salomo in Verbindung mit Asmedaj: ib. 56, ein (Siegel) Ring, Schild, Testament: ib. 39. Die Königin von Saba s u. ״Lilith“, M. V 11, 17, 29. Elia: Kopf öffnen s. A 71b, vgl. S 18, SZ 22, MS 1863, S. 286, 288°293 ,״, M. V 47 f. Schon im Targ. Jon. und ebenso in Pirqe R. Elieser wird Elia, mit Pinchas identificirt, ähnlich wie sich Ezechiel in einen Kerubh verwandelt (Epstein A., Beiträge zur Alterthumskunde 87), zu einem übermenschlichen Wesen erhoben. Im Jalqut Reubeni erscheint er als ein Engel: Sandalfon. Als ״Engel des Bundes“ (Malakh haberit) wohnt er den Beschneidungen bei. Er gilt als Psychopompos und macht mit den Geheimnissen des Himmels und der Hölle vertraut. Am Sabbatausgang wird er, der an diesem Abend die Seelen in die Hölle bezw. die geläuterten an den Ort der Seligkeit führt, in besonderen Liedern und in qabbalistischen