Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1902
- Issue
- 1 (1902) Heft IX
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 70 (sequence 75)
- Language
- German
- Belongs to
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סף die Portraitmaler: Hirsch Israel Spiro, Väter des 1838 gebotenen Schriftstellers Leop. Spiro*) und Leo Lehmann, der* dort 16. März 1782 geboren wurde. Er heferte — wie das Hamburgische Künstlerlexikon sagt — viele saubere Bildnisse im Miniatur, Aquarell, Kreide; Sepia, Silberstift und auf Stein, und bildete als Zeichenlehrer eine Reihe talentvoller Schüler aus“, darunter seine beiden, später zum Christentum übergetretenen Söhne, den 1814 geborenen Historienmaler Heinrich Lehmann und den 1819 geborenen Genremaler Rudolf Lehmann* 2). Gleichfalls ein Schüler des Leo Lehmann war auch der 1804 in Hamburg geborene Historien-, Genre- und Portraitmaler Julius Louis Asher, der bereits als Kind der Taufe zugeführt wurde3). Noch zwei weitere tüchtige Maler nennen Hamburg ihre Geburtsstadt: der 1823 geborene Genremaler Max (eigentlich Meyer Isaac) Michael, Neffe des Orientalisten Heymann Joseph Michael, der 1850 den Michael Beer Preis erhielt, und 1875, trotzdem er seinem Glauben treu blieb, Professor an der Berliner Kunstakademie wurde4), und der Genre- und Portaitmaler Ferdinand Heilbuth, von dem Müller5) sagt: ״Im Charakter seiner Bilder hat er die deutsche Biederkeit (er lebte in Paris) und in den Tagen des Krieges von 1870/71 seine deutsche Gesinnung nicht verleugnet6).44 Von jüdischen Kupferstechern, die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Hamburg arbeiteten, berichten uns die portugiesischen Friedhöfe von Altona und Glückstadt, und besagt auch eine zeitgenössische Notiz, dass die Hamburger Kupferstecher meist Juden und ״sehr gut und billig seien447). Einen solchen dort etwas später lebenden Kupferstecher lernen wir in Loeser Leo Wolf kennen. 1775 zu Alt-Strelitz geboren, war er Schüler von Wolfgang Schwarz in Nürnberg, wo er eine zeitlang für die Frauenholzische Kunsthandlung arbeitete. Später (um 1800) wendete er sich nach Altona und zuletzt nach Hamburg, wo er am 10. April 1840 starb. Er lieferte Arbeiten von sehr verschiedenem Werte, wie z. B. mehrere Blätter zu Meyer’s Skizzen zu einem Gemälde von Hambürg 1801, vier Blatt für das Hamburgische Taschenbuch auf das Jahr 1802, eine Reihenfolge Hamburger Ansichten für die 1806 begonnenen Hamburger Unterhaltungsblätter, deren Beilagen sämtlich von ihm gestochen sind, eine Ansicht der Aussenalster ף Oettinger, Mon. des Dates. I Nchtrg. 2) Haarbleicher a. a. O. S. 317 u. Müller, Künstler d. Ggnwrt. 3) Hamburgisches Künstlerlexikon. 4) Allg. Zeit. d. Jdnt. 1891. No. 13 u. Müller, Künstler d. Ggnw. 5) Künstler d. Gegnwrt. 6) Haarbleicher a. a. 0. S. 317. T) Grnnwald, Portugiesengräber, in Zeitschrift d. Vrns. f. Hamburgische• Geschichte. 1902.