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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1902-01-01 · 1 (1902) Heft IX · p. Seite 58

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1902
Issue
1 (1902) Heft IX
Date
1902-01-01
Page
Seite 58 (sequence 63)
Language
German
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58 Titelblatt der Haggadab zeichnete. חרות על לוחות נחושת ע״י חבהור במ״ר אברהם בר יעקב ממשפחת אברהם אבינו. Das von Abraham gestochene Portrait des Aboab hat er nach dem Gemälde des Joseph bar Abraham gefertigt, eines Malers, von dem anderweits nichts bekannt ist, von dem aber zu vermuten ist, dass er mit Abraham verwandt war.1) Nur wenig später, in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts tritt uns in Amsterdam ein weiterer jüdische!• Maler: Jacob da Carpi entgegen. In Verona 1685 geboren, kam er früh nach Amsterdam und verlegte sich dort, als Schüler des Arnold Boonen auf die Malerei. Er lieferte Historienbilder und Portraits und betrieb daneben auch den Kunsthandel. Er starb 1748 und nicht, wie Andere angeben 1755. Man kennt zwei ihn darstellende Portraits. Das eine wurde von Cornelius Troost gezeichnet und von E. V. W. geäzt, das andere aber, eine meisterhafte, weiss gehöhte Kreidezeichnung auf blauem Papier rührt von J. de Wit her und befindet sich gegenwärtig im Kupferstichkabinet des Reichsmuseums zu Amsterdam 2) Einige wollen übrigens in Jacob da Carpi einen Abkömmling des Malers und Formschneiders Hugo da Carpi sehen, dem sie gleichfalls portugiesischen Ursprung zuschreiben; beides scheint aber durchaus unwahrscheinlich. (S. Nagler a. a. O.). Gleichzeitig mit da Carpi arbeitete noch ein zweiter jüdischer Maler, vermutlich ebenfalls in Amsterdam: Sl. da Silva, von dem wir aber nichts weiter wissen, als dass er ein Portrait des Mose Gomes de Mesquita lieferte, das nach ihm J. Faber 1752 schabte (Eig. Sammlung). Jüdische Kupferstecher aber finden wir im 18. Jahrhundert in grösserer Anzahl vor, die ihr Können hauptsächlich in der Ausschmückung von Werken der jüdischen Litteratur bethätigten. Zuerst hören wir da von Abr. Lopes de Oliveira, der 3 Kupfer lieferte zu Dan. Isr. Lopez Laguna’s ״Espejo fiel de vidas que contiene los Psalmos de David en verso. ״ London. 5480=1720. 8°.3) Fruchtbarer als der eben Genannte scheint Ahron Sanctroos (Santcroos) gewesen zu sein, dessen Arbeiten dabei sehr gut ausgeführt sind, und von denen wir die folgenden kennen: 5 Kupfer, A. Sanctroos del. et fec. bezeichnet zu der Thora mit Abarbanel edit. Amsterdam (Lob ben Moses Soesmans) 5528=1768. 4°. 5 Teile, eine A. Santcroos fec. bezeichnete Tafel zu: ״Orden de lafe Oraciones cotidianas en Hebraice y Romance . . . por orden del Sr. Ishac de Souza Britto. Amsterdam. Gebr. Proops. 5532=1772. 8°, und zwölf Kupfer zu dem Talmud Bawli ed. 1752—65. 12 Thle. fol. Diese Kupfer J) Gef. Mitteilungen des Herrn J. M. Hillesum. -) Kramm, De levens en werken der Hollandsche en vlaamsche Kunstschilders, beeldkouwers etc. Van Eynden, Geschiedenis der vaterlandsehe schilderkunst . . . Gef. Mitt. des Herrn J. M. Hillesum. H) Roest, Cat. Almanzi No. 13823. Kayserling, S 05.

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