Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1901
- Issue
- 2 (1901) Heft VIII
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 137 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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137 Ausnahme. Zu einem Kampfe zwischen dem J־Dienst und einem Bafalskult kommt es eigentlich erst, als der Ba'al von Tyrus durch Ahab in Israel, der von Sidon durch Atalja bezw. Jehoram in Juda eingeführt wird. Dass der Kampf dem fremden Gotte galt, zeigte die Nachsicht der beiden Rufer in diesem Streite Elia und Elisa gegen die einheimischen Kulte zu Dan und Betel. «Ts Anerkennung war innerhalb Israels eine so unbestrittene, dass höchstens die Götter der Fremde als seine gefährlichen Nebenbuhler erscheinen konnten. Ihr Kultus wurde deshalb im Nordreiche durch Jehu, in Juda durch Jehojada' — beider Namen sind mit J gebildet! — ausgerottet und der Ba’al von nun an auch in den Eigennamen unterdrückt. Dem Ba’al steht eine Ba'alat1) (phön.2) die Ba'alat in Byblos und Karthago: R. et. juiv. 1890 I, 55, mit Suffix ~ wie ,אדני מרי ,מלכם bei Bäthgen 60, — Baaltis; palm. בלחה: Simonsen, sculptures palm, 11; assyr. Belit, ursprünglich Beiname der Istar3): Meyer Gesch. 177) zur Seite, wie Rabba4) (in Moab u. s. w.) neben dem arab. al Rabb (Wellh. Skizz. 169) u. s. w. Doch ist solchem Dualismus von Haus aus keine sexuelle Bedeutung zu gründe zu legen, wozu man besonders bei tellurischen Gottheiten geneigt sein könnte; denn diese Götter sind in ihrer Heimat älter als das Institut der Ehe (vgl. R. Smith, Kinship u. Wellh. Skizz. 179 fg.). Atar, Astarte, Na aman, Na'ama, ASer, ASera. Als Ba’alat, als weibliches Gegenstück zu Ba'al (בעל שמם LXX BaaXaa[JL0<;, Z 42, 478) dachte sich der Semit die Astarte5 * *) (שם בעל: Mtsber. Berl. Ak. 1881, S. 605, סלבת השמים). Von hebr. oder richtiger kan. Namen enthalten Astarte: בעשתרה (s. Dair Ba'astar: Z 25, 649, vgl. Renan, Mission 139; Theol. Ltrztg. 1877, 256; Gesenius Hdwtb. 11), עשחית צאן ,עשתרת קרנים. Das hebr. עשתרח (palm. עשתור) erklärt sich vielleicht ähnlich, wie Molekh statt Melekh, als mundartliche Besonderheit. 1j LXX zn 2. Kön. 17, 31 ף Baal, wie ף Oapfrax und Ähnl., vgl. Munter, Bei. d. Karthager 648, Pietschmann, Gesch. d. Phön 231. Mtsber. Berl. Ak. 1881, 601 fg. — 2) CIS 88: 3 — .עזרה בעל) bei Herodot — Mulvrca (מולדה). — 4) Rubat ״die Grosse“ (Bäthgen 29 fg.) mit dem Isiskult verschmolzen. — 6) Bab.-assyr. Istar; 8yr.־arab. A־tar־sa־ma־ai־in עתר פמין: KAT2 414. 539; arab. n. pr. Ei A§ter: Hamasa (Rückert) 25, vgü. Wellh. Skizz, 170; himj. masc. עחחר: Z 10, 62. Prätorius Beiträge 11; palm. עשתור, auch n. pr.: Ledrain, nome propr. palm.; phön. oft, bes. in Sidon: 1. Kön. 11, 5—33. 2. Kön. 23,13 u. a. M׳änter, Rel. d. Carth. 63s. Bäthgen 32 fg.; moab. עשתרבמוש: Bäthgen 16, ferner in n. pr. von Proselyten im jerus. Talmud; als Kriegsgöttin bei den Philistern: 1. Sam. 31, 10; bei den Aegypt. Hator: Ebers, Aegypt. u. d. BB. M. 173. Tiele, Compendium d. Rlgsgesch. 58. — עתרי: Zephan. 3, 10; aram. Beletir: Assurb. 183, 259.