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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1901-01-01 · 2 (1901) Heft VIII · p. Seite 135

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1901
Issue
2 (1901) Heft VIII
Date
1901-01-01
Page
Seite 135 (sequence 26)
Language
German
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135 wohl dreierlei zu unterscheiden. Er ist zunächst, wie bei den Akkadern1). Bab.-Assyr., Aram.2), Arab. (Wellh. Skizz. 3, 170 fg.), Aethiop., sogar Armen, und Hetitern (? in den Annalen Ramses’ II. bei Dunker Gesch.5 1, 327), auch in Kan. vielfach als Gottheit nachweisbar, wohin er, wie überhaupt zu den meisten Semiten, von den Urbewohnern aus ihren mesopotamischen Wohnsitzen mitgebracht worden ist. In der späteren Entwicklung der Bacalsidee einerseits bei den Phon, und in dem kan. Hinterlande auf der anderen Seite bildet sich jedoch infolge der Verschiedenheit der materiellen Kultur ein ähnlicher Unterschied heraus-, wie er zwischen der Religion der Assyr. und der Babyl. besteht. Hinzu tritt noch als drittes Moment der appellative Gebrauch von בעל als ״Herr“, wie im Bab.-Assyr. (KAT2 74), Sab. und Aethiop. Die Grundbedeutung des Wortes3 *) ist jedenfalls: eine durch natürliche Bewässerung gespeiste Pflanzung. Es ist begreiflich, dass der Nomade dieser Gottheit, welche ihm ohne sein Hinzuthun Schatten und Nahrung spendet, hohe Verehrung zollte. Wenn er zu ihr betete, richtete er seinen Blick unwillkürlich zum Himmel, als der Quelle des Regens, empor. So wird Bacal der Himmelsgott (בעל שמיס, Sankonjatön: Bss^crafjiv, vgl. Brandt, mand. Rel. 190: יושאמין), welchen man da, wo man ihm am nächsten zu sein glaubte und wo er im Gewölk sich niederzulassen pflegte, auf den höchsten Bergen des Landes verehrte. Auf den Zusammenhang des Ba'alskultes mit dem Animismus und Fetischismus der heidn. Semiten scheint der Umstand hinzudeuten, dass בעל im Vulgärarab. (im Aeth., Amhar. ״bal“: Z 40, 174) und Phön. (CIS 167 בעל הזבה) ähnlich wie im Hebr. (,בער בריח בל ח^הית) gleich den sonst gebräuchlichen arab. צאהב ,דו und hebr. 1 בן ,(אב הטומאה) אב. Sam. 20, 30. 31, איש היל) איש) den Träger von Eigenschaften und Beziehungen bezeichnet. Auch geben LXX seltsamerweise מר בעל mit £7:1 ׳rife Tusvpas wieder. l) Is-bal-a K 339, 5 (אשבעל) aus Rimusi, östl. von Ninua. neben Emorapla (אכזרפל: Schräder KAT1 46 fg.), Dadiuala (1אלדד, Täbruu ([מב[רמון; K 318, 13: Ra’u, [י(ראו[מה] ,ראיןבן Naptee ([ג,£ת[דאר] ,גפת[לי, vgl. אלדאר: Z 41, 724), Tu-la~aikan-nu (הולע ,תולן und קנן). Uri-ja-a (auch in Nordsyr.: K 333. 6, neben Napti und Milkia, und K 383, 4: Milki-u-ri). — -) Assurn. 83: Ammeba'la [pa’li], Assurb. 183, 245, 255: Belikisa, das. 183, 259: Beletir. בל in palm. n. pr.: Vogue palm. 3. 93. 140; syr. Balaeus. — :{) Arab. ^,was der Baal tränkt“, vgl.f Athtarij (Wellh. Skizz. 170b himj. bül ״Regen“; m1§a. ביה הבעל (Jes. 62, 4: ארץ בעולה) B. batra 28. Tosefta Zuck. 399, 19. 680, 20, kan. (phön.) und palm. בול (opusc. arab. cd. Whright 30. Goldziher, Mythus 109. עין בול: Tosefta Zuck. s. Gloss.), aeth. ba'äl ״Fest“ (Z 40, 174), armen, bälä ״Sonne“. — Über שמש J: Gr. Eigenn. 31, vgl. Brandt, mand. Rel. 190, 126, 183, Winckler ZDMG 1900 S. 418.

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